#BitteBleibtGesund – Lesung Ende 2020 fällt aus – #WirSindFürEuchDa

Hallo, wehrte Leserinnen, wehrte Leser!

Zu Beginn dieses Jahres habe ich kund gegeben, dass ich Ende des Jahres 2020 alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei, der Pflegeberufe, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, des THWs, und der Sicherheitsbranche mit einer Lesung ehren möchte. Während der Lesung sollen bzw. sollten Autorinnen und Autoren die Erlebnisse aus der Sicht von beispielsweise Patienten mit Mitarbeitern genannter Berufshruppen gemacht haben.

“Tolle Idee!” haben mir einige geschrieben, und manche sind auch meinem Aufruf in die Facebook-Gruppe gefolgt. Wobei ich alleine Werbung gemacht habe.

Inzwischen sind 3 Monate vergangen.., und nichts ist mehr, wie es war! Nichts wird mehr so sein, wie es war, dieses Virus hat uns alle voll im Griff.
Auch nach meinen Jahren im Rettungsdienst und meinem Praktikum in einem genetisch-diagnostischen Labor Ende der 1990er Jahre möchte ich nicht den Hobby-Virologen auspacken. Erwähnen möchte ich nur nochmal – wie viele andere auch – , dass man auch Desinfektionsmittel auskommt, zwei Mal Händewaschen pro Stunde, mindestens 1,5 Meter Sicherheitsabstand zur nächsten Person, Niesen und Husten in die Ellenbeuge oder in ein Tuch, sofern kein Mundschutz vorhanden. Mit Einhaltung dieser kleinen, aber bedeutenden Regeln erreichen wir gemeinsam sehr viel bei der Eindämmung von Corona. Es geht um jeden einzelnen, aber gleichzeitig auch um uns alle.

Auch meine persönliche Sitiuation ist anders: im Januar die Umschulung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit erfolgreich beendet, bin ich nun berufsbegleitend (jeden Samstag, 2 Jahre lang) in der Fortbildung zum Meister für Schutz und Sicherheit. Habe also eine 6-Tage-Woche.

Dennoch möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern obiger Berufsgruppen danken. DANKE, dass ihr für uns da seid. Und Danke auch an die Kolleginnen und Kollegen meiner Branche.

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Wenn die Erde mal hustet

“Die Natur braucht uns nicht. Aber wir. Brauchen die Natur.”, hieß es in einem Werbespot, der während der 1980er Jahre samstags kurz vor den 17-Uhr-Nachrichten im damaligen Fernsehsender “Das Erste” ausgestrahlt wurde. Zu diesem Zeitpunkt kämpfte die SPD um ihre 35-Stunden-Woche und “Die GRÜNEN” (heute Bündnis90/Die GRÜNEN) waren noch nicht ganz 10 Jahre alt.
Heute wird eine Person aus Schweden gefeiert, weil sie mit Schuleschwänzen die Welt retten möchte. Ist das das Anfang vom Ende bzw. wird jetzt alles gut?

Mit Verlaub: der Wille zählt! Sie tut so einiges – in ihrem Leben! – , um der Natur zu helfen. Ihre emotionalen Ausbrüche kann man ihr nicht verübeln: sie ist seit ihrer Geburt am Asperger-Syndrome , einer Form des Authismus, erkrankt, und das wird auch alle Zeit so bleiben. Betroiffene von Asperger und Authismus besitzen nicht die Gabe, sich emotional in ihre Mitmenschen zu versetzen, für sie hat auch diese Art von Verständnis mit Logik und Verstand zu tun, Was nicht in deren Verstand passt, ist für sie Humbug, also nach ihrer Auffassung unlogisch. Gleiches betrifft auch Themen, die sie selbst verstehen: wer es nicht (wie sie selbst auch) versteht, hat einen weg. Bei vielen Authismus- und Asperger-Betroffenen ist die Folge der Erkrankung und des Verhaltens ihrer Mitmenschen, dass sie sich geistig wie emotional in ihre eigene Welt zurück ziehen.
Sorgen sollte man sich um diejenigen, die sie vergöttern und um diejenigen, die sie hassen. Denn beides nämlich ein Zeichen, dass sie nicht verstanden wird.

Die ersten Bauern vor etwa 10.000 Jahren haben ihr Nomadendasein aufgegeben und Nutzflächen für sich beansprucht und Felder bestellt – das Prinzip der Landwirtschaft war geboren, also jeder Familienclan war Selbstversorger. Irgendwann war es anscheinend zu ruhig geworden – jedenfalls stritt man sich über angeblich gestohlene Futtervorräte, und vor allem wurde man habgierig. Neid, Hass und Habgier sind seit den ersten Menschen die ältesten Mordmotive (seit Kain & Abel). Als Folge der Habgier befriedete man seinen Besitztum, also man baute Zäune.
Mit der Zeit sollte in immer weniger Zeit immer mehr Getreide geerntet werden können. Was benötigt man dafür? Größere oder mehrere Ackerflächen und mehr Personal. Viel, viel später – springen wir ins 19. Jahrhundert (1800 bis 1899) – sollte alles noch schneller und noch größer funktionieren. Also benötigte man Maschinen und Öl: das Zeitalter der Industrialisierung war eingeläutet. Geld war längst das wuichtigste Zahlungsmittel geworden, aus Bauern und Handwerkern wurden Fabrikrbeiter.

“Welchen Nachteil sollten wir davon haben, wenn der Dreck unserer Maschinen irgendwo auf der Welt landet? Und selbst wenn: bis das mal soweit sein wird, sind wir doch längst nicht mehr da!” So in der Art hat man offensichtlich im 19. Jahrhundert gedacht. Zwar arbeitete man gefühlt 24 Stunden jeden Tag, und das zu einem Hungerlohn, weil diverse Gesetze noch nicht erfunden oder noch nicht durchgesetzt waren. Aber Hauptsache, man hatte Arbeit, musste nicht mehr eigene Felder bewirtschaften, und hatte ein Einkommen, wenn auch wenig, zumindest als einfacher Arbeiter. Dass die Maschinen, die man zu diesen Zeiten mit Maschinenöl geschmiert und mit Diesel betrieben wurden, war doch zu diesen Zeiten egal, hinsichtlich des industriellen- und wirtschaftlichen Aufschwungs.
Auch schwimmende Kleinstädte hatten bereits Ende des 19. Jahrhunderts Hochkonjunktur. Diese dampften nicht nur deutlich sichtbar, sodass man mit der teuren Reise angeben konnte, sondern sie dampften auch deutlich riechbar, denn sie die Turbinen wurden bereits damals mit Diesel betrieben. Aber das schien den oberen Zehntausend – diejenigen, die sich eine solche Reise leisten konnten – völlig egal. “Ich zuerst, es könnten ja schlimmere Zeiten kommen.”
Was erzählen unsere Eltern und Großeltern immer von den kalten Wintern mit Minusgraden? Manchmal war es so kalt, dass man über en Rhein zu Fuß gehen konnte. In welchem Jahrhundert soll das bitteschön gewesen sein? Für diejenigen, die kurz vor- und nach der Jahrtausendwende geboren sind: die strengen Winter waren vor gerade einmal 50 Jahren und etwas mehr. Zur gleichen Zeit hatte die Lachsfischerei im Rhein ihren Höhepunkt längst überschritten, der Lachs war ausgestorben, was aber auch den ansässigen Industrien zu verdanken war, die ihre Abwässer unentwegt in den Rhein entsorgten.
Unsere Vorfahren haben zugelassen, dass Flüsse begradigt wurden und immer noch begradigt sind, um das Wasser stärker fließen zu lassen, um daraus Strom mittels Kraftwerke Strom zu gewinnen.

Mal ein paar Zahlen, um uns vor Augen zu halten, was wir – wir alle – in den letzten Jahrhunderten erreicht haben.
Noch während der 1950er Jahre lebten 450.000 Löwen auf diesem Planeten. Inzwischen ist die Population nicht von selber auf 20.000 Löwen geschrumpft, sondern wir – die Menschheit – haben zugelassen, dass diese Raubkatzenart von Jägern und Sammlern beinahe ausgerottet wurde.
Bei den Buschbränden seit Oktober 2019 in Australien sind bislang 29 Menschen ums Leben gekommen, bislang aber auch 1 Milliarde Tiere (1.000.000.000), und die Fläche der bislang verbrannten Erde ist so groß wie Badem-Würtemberg und Bayern zusammen. Auch wenn manche dieser Feuer teils durch Branstiftung gelegt wurden, waren die größten Verursacher zu lange und heiße Dürre-Perioden, also letztlich wir.
Das Erbauen von Brücken ist ja im Prinzip nichts schlechtes: lieber miteinander verbinde anstatt auszugrenzen. Dennoch: wir haben – wenn auch unbeteiligt – zugelassen, dass für den Bau von Brücken Menschen umgesiedelt und riesige Kerben in die Natur eingefräst wurden, um noch schneller zum Ziel zu kommen.
Die Natur hat 70 Millionen (70.000.000) Jahre benötigt, um aus Bäumen Kohleschichten zu produzieren. Die schönste Art der Wärme, die ich persönlich kennen lernen durfte. Aber wir – die Menschheit – waren so schlau, diese binnen weniger Jahrzehnte zu erschließen, sprichwörtlich zu verheizen, und uns obendrein noch selber einzugasen, das alles, für den Betrieb der Maschinen.
Mehr als 1.000 Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Das alles ging – evolutionär betrachtet – binnen kürzester Zeit. Aber es dauert nicht nur Jahre, sondern Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte, bis sich die Natur vollständig erholt haben wird. In manchen Dokumentationen werden uns verschiedene Jahresabstände nach dem Menschen gezeigt, und wie schnell die Natur sich alles zurück holt. Und was ist dann mit Tschernobyl (Reaktorunglück im Jahr 1986)? Bis heute für uns Menschen unbewohnbar, weil immer noch viel zu stark verseucht. Aber die ersten Tiere sind dort wieder heimisch geworden – vielleicht sollten wir Mutter Erde einfach mal machen lassen.

Jede Medaille hat bekanntlich 2 Seiten. Wer war zuerst da: das Huhn oder das Ei? Das Ei? Aber wo kommt das Ei her? Doch wohl nicht aus cer Erde?! Aber wer oder was hat dann dieses eine Huhn erfunden, welches den Grundstein für die Erhaltung seiner Art gelegt hat?
Wer ist also nun Schuld an der Abholzung der Regenwälder? Die dortige Industrie etwa? Die Kunden, die Möbel aus dort angebautem Holz kaufen? Oder die Arbeiter? Die dortigen Arbeiter arbeiten zu einem Hungerlohn, teilweise den ganzen Tag lang. Gewerkschaften gibt es auf dem Papier, aber hunderte Kilometer weit weg, und die eigenen Chefs lassen sich mit Geld schmieren. Und so viele verschiedene Berufe wie in moderneren Ländern gibt es nicht, als dass man sich einfach eine neue Arbeit suchen könnte.
Soll es also um jeden Preis Bio sein? Und wo kommt das für E-Autos benötigte Lithium (ein giftiges Metall) her, und das Kobald? Das wird dann von Billigtagelöhnern und von Kindern abgebaut (hallo: Kinderarbeit!).
Viele südamerikanischen-, afrikanischen-, und asiatischen Länder werden anderes regiert als wir es in Europa kennen. Was bringt es also, wenn ich meinen Garten sauber halte, aber meine Nachbarn ringsherum Autoreifen verbrennen und sonstige Abgase in die Atmospäre schießen?! Wer möchte zuerst aufhören? Und warum ich, wenn nicht alle? Was soll das kosten, und wer soll es bezahlen?

Nachhaltigkeit definiert, dass man die bereits vorhandenen Ressourcen in der Geschwindigkeit schöpft, mit der die Natur im immer gleichbleibenden Takt leben kann. Plastik ist ein Material, das wir Menschen erfunden haben, um es wiederzuverwerten, und um somit die Umwelt zu entlasten. Ebenso wie Glas. Irgendwelche Schlaumeier geben jetzt den Stoffen, die wir erfunden haben, die Schuld am Klimawandel. Dabei entsorgen sich diese Stoffe nicht selber.
Was wir Menschen tun, ist Ausschöpfen und Erschöpfen. Wir Menschen…, als intelligentestes aller drei Lebewesen – es gibt nur Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Mensch baut Atombomen – aber eine Maus, die Mausefallen baut, ist mir noch nicht begegnet. Das entspricht aber unserem Verhalten – überall auf der Erde. Bisher haben wir ein paar kleine “Nieser“ (hat-si) erlebt, wir nennen sowas Erdbeben und Tzunami. Hoffentlich erleben wir niemals, wenn die Erde mal hustet.

Was haben wir vor 20 Jahren für die Umwelt getan, und was werden wir – wir alle – in 20 Jahren für die Umwelt tun? Sicher werden uns bis dahin einige für immer verlassen haben, auch das gehört zum Leben dazu.
Eigentlich dürften wir doch mit Stolz erfüllt sein, denn wir haben – wenn man es so sehen möchte – etwas erreicht: jetzt braucht uns die Natur. Mehr denn je. Wir sollten endlich mit dem Aufhören anfangen.

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Lesung “Blut schweigt niemals” mit Stephan Harbort.

Viele unter denjenigen, die ihn kennen, kennen ihn aus Fernsehsendungen für Kriminalistik. Eine diesr Sendungen stammt (wie viele andere dieser Art) aus den USA, wurde dort von den 1990er Jahten bis 2007 gedreht, und noch heute werden alle 145 Folgen im deutschen Fernsehen wiederholt.
Stephan Harbort zählt dort zu den Expertenanfragen aus Deutschland, wenn es um das Ermitteln von Täterprofilen geht. Spricht man ihn auf diese Sendungen an, in denen er um die Jahrtausendwende gedreht wurden – kommentiert er dies manchmal mit “Ach ja: das Gartenhemd besitze ich immer noch.” Im Ernst: er ist während seiner Lesungen erfahren und professionell, dementsprechend auch sachlich, aber auch humorvoll und einfühlsam.

Dass Harbort auch als Sachbuchautor ein gefragter Mann ist, wundert mich persönlich schon lange nicht mehr. Im Jahr 1964 in Düsseldorf geboren, ist er 1984 in die Polizei NRW eingetreten, von 1990 bis 1993 war er Student an der Fachhochschule Duisurg, was er im selben Jahr mit dem Staatsexamen abgeschlossen hat.
Während seiner Beamtenlaufbahn bei der Polizei hat er den Begriff “Serienmord” auch international mitgeprägt, und er lehrt seit 2012 Dozent an den Universitäten in Cottbus und seit 2018 in Zürich. Mehr als zwei Dutzend veröffentlichte Hausarbeiten, Bücher und Hörbücher über Serienmörder gehen auf sein Konto.

Bisher habe ich acht seiner Bücher gelesen und rezensiert, meine Rezension seines nächsten Buches wird in Kürze folgen.

Nachdem er im Juni 2019 bekannt gegeben hat, dass er am 25. Januar 2020 in Düsseldorf aus seinem aktuellen Buch “Blut schweigt niemals” lesen werde, war mir klar, dass ich diesem “Star (Stern) der Kriminalistik” sehr gerne vor Ort zuhören möchte. Ich wollte sehen und hören, wie er sich verhält, während er selber liest. Vor allem wollte ich mich einmal persönlich dafür bedanken, dass er uns alle an seiner Arbeit teilhaben lässt. Die 30 Euro für die Eintrittskarte inklusive Catering waren sofort überwiesen.

Die Lesung hat in einem Pfarrhaus im Düsseldorfer Stadtteil Unterrath stattgefunden, etwa 70 Personen waren eingeladen. Stephan kam einige Minuten zu spät, das sei typisch, wie mehrere Gäste bestätigt haben. Daraus könnte man ihm einen Strick drehen, muss man aber nicht, denn Qualität ist ihm wichtiger als Quantität.

Zu Beginn hat er sich als kurz denjenigen vorgestellt, die ihn bisher nur vom Hören-Sagen gekannt haben. Auch hat er den Gästen die Möglichkeit gegeben, sich einen Moment lang feiern zu lassen, zum Beispiel nachträglich zum Geburtstag oder für den erfolgreichen Berufsabschluss.
Aus seinem aktuellen Buch hat er die – wie er behauptet hat – >>…, wichtigsten Passagen!<< vorgelesen, und dies mit >>Lest selber.<< kommentiert, womit er immer wieder für Gelächter gesorgt hat. Denn die Ironie besteht darin, dass er die besten Passagen zum Lesen übergelassen hat. >>Ich verspüre in meinen Händen immer noch einen Stapel Papier…<<, hat er zwischen den Textpassagen kommentier, und das dann mit Weglegen des Stapels und mit >>Genau.<< abgerundet. Wieder war das Gelächter laut. "Wer verdammt macht so etwas?!" fragen viele, wenn man wieder ein grausames Verbrechen verübt worden ist, und auch noch bekannt wird, dass offenbar in Serie gemordet wurde, aber die Polizei im Dunkel tappt. Stephan Harbort nimmt seine Leserinnen und Leser mit auf eine Reise - in die Psyche der Täter, in die Psyche der Angehörigen von Täter und von Opfer, und insbesondere in die Psyche der Geschädigten - um die es primär geht.

Meine Erwartungen, einen Star zu treffen, wurden nicht erfüllt, denn Star-Allüren besitzt er keine. Wir haben den “Onkel”, wie er sich bei persönlichem Kontakt selber nennt, von Anfang an gedutzt.
Stephan hat auch seinen Schwager, seine Schwägerin, und natürlich seine Gattin mitgebracht. Meinen besten Dank für das leckere Catering und für die tolle, persönliche Eintrittskarte.

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Aufruf für Lesung #Helfergeschichten Ende 2020 (erledigt!)

>Sie sehen aber bestimmt viel…!<<, wird man als Helferin bzw. als Helfer manchmal angesprochen. Ein vorbeifahrendes Rettungsfahrzeug wird gerne schon mal mit >>Da ist was passiert…!<< kommentiert. Auf die Frage, was denn passiert sein könnte, kommt oft die Antwort >>Weiß ich nicht.<< Aber: es ist etwas passsiert, des steht fest. So ein Auto, das Krach macht, scheint etwas auszulösen. Wie bei Mädchen jeglichen Alters die Phantasien von Prinzessinnen und Einhörnern, so bei Jungs jeglichen Alters das Ergötzen an Helden.

Meine Zeit im Rettungsdienst war recht kurz (1997 bis 2000), jedoch helfe ich gerne auf die Sprünge. Manchmal bekommt man im Leitsystem einen Anruf nach dem Schema “Mein (…) hat Kopfschmerzen”, im Hintergrund ist nichts zu hören, man fährt hin und stellt fest, dass jemand gerade einen Schlaganfall erleidet. Tage, Wochen oder Monate später ruft jemand an, brüllt hysterisch “Aua, aua!” in den Hörer, man beeilt sich, und vor Ort juckt lediglich der Gips. Es gibt also Menschen, die selbst in Extremsituationen noch gefasst sind, als erzählten sie vom letzten Frühstück, manch andere Menschen geraten schnell in Panil. Dabei erfährt man als Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter der Polizeien, der Rettungsdienste, Feuerwehren, der Pflege und medizinischen Berufe, wie auch der Sicherheitsbranche schöne, skurrile und traurige Momente. Man meint immer, man kenne doch alles, weil man so lange dabei ist, aber man gerät immer wieder an seine Grenzen.

Währed dieser Lesung sollen #Helfergeschichten, eben aus der Sicht der Helferinnen und Helfer, erzählt werden. Namen, Adressen und konkrete Handlungen werden dann verfremdet vorgelesen, es soll schließlich niemand auf dem Präsentierteller dagestellt werden. Vorgelesen dann entweder von den Helferinnen und Helfern selbst oder von Autorinnen und Autoren. Bei Planung & Organisation bion ich ganz vorne mit dabei. Was mir fehlt, ist zum einen die Lokalität (Vereinsheim, Bühne, Studio, et cetera), Zuschaerinnen und Zuschauer, Autorinnen und Autoren und natürlich die Geschichten.
Mein Vorschlag ist, dass die Autorinnen, Autoren und ich uns ab Sommer einmal monatlich entweder persönlich treffen, um im Hernst 2020 in einem Gremium gemeinsam entscheiden, welche der eingesandten Geschichten vorgelesen werden. Die Geschichten, die übrig bleiben, sollten wir dann bei Verlagen für eine Anthologie bewerben.

Senden Sie mir, wenn Sie mögen ernst gemeinte Vorschläge an leobuechner@aol.com

In meiner Facebook-Gruppe Helfergeschichten für Lesung Ende 2020  habe ich allen genannten Berufsgruppen jeweils einen Beitrag das jeweilige Berufsbild geschildert.

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Täterprofile in der Sicherheitsbranche

Wir alle kennen entweder die glatzköpfigen, muskulösen Schränke mit Sonnenbrille, Pistole im Gurt und (oftmals!) dem Hirn am faschen Fleck, oder die Handlungen aus dem Film “Bodyguard” aus dem Jahr 1992. Alles andere, was wir nicht aus Filmen kennen, passt nicht in unser Schema.
Genauso, wie Frisöre immer mal wieder mit den Macken aus dem Film “Edward mit den Scherenhänden” aus dem Jahr 1990 verglichen werden: sie müssen ständig irgendwas schnippeln, weil sie sensibel sind und ihre Emotionen nicht im Griff haben.

Die Sicherheitsbranche beginnt bei der 1-wöchigen Unterrichtung bzw. Unterweisung nach § 34a der Gewerbeordnung, die mit einer Art “Deutsch-Test” abgerundet wird, und geht bis zum Studium des Sicherheitsmanagments an der Fachhochschule (FH) mit dem Bachelor als Abschluss und bei Bedarf sogar mit dem Master-Abschluss an der Universitäöt. Zwischen diesem Lehrgang und diesem Studium liegen Welten – das ist sicher.

Bereits im Lehrgang für die Sachkunde nach § 34a der Gewerbeordnung (eine Stufe über der Unterrichtung bzw. Unterweisung), für den man die Sachkunde-Prüfung an der IHK ablegen muss, kommt man sehr oft mit dem Strafgesetzbuch (StGB), dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), hinsichtlich der vorläufigen Festnahme mit der Strafprozessordnung (StPO) und mit dem Ordnungswidrigkeitengesetz (OwiG) in Kontakt.
Die meist männlichen Bewerber geraten schnell an ihre Grenzen, weil sie zum Lehrgangsbeginn dachten, sie bekämen von Berufswegen her kostenlos einen Juristen, der einen aus allem raus holt, und natürlich einen Meisterschüler vom Sensei Lee persönlich (Bruce Lee, R.I.P.).

Von einer Fachkraft für Schutz und Sicherheit wird erwartet, mehr als 100 Paragraphen in deren objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale zuerlegen zu können, um sie im Gutachtenstil für die Staatsanwaltschaft subsumieren zu können. Hat beispielweise eine Sicherheitsmitarbeiterin bzw. ein Sicherheitsmitarbeiter im Einsatz ein Problem, entweder von außen oder fremdverschuldet, meldet sie bzw. er diesen Vorfall dem Teamleiter – der in der Regel entweder die Fortbildung “Geprüfte Service- und Sicherheitskraft” absolviert oder den Beruf der Fachkraft für Sicherheit erlernt hat. Außerdem haben Sicherheitsmitarbeiterinnen und Sicherheitsmitarbeiter je nach Qualifikation und je nach Veranstaltung bzw. Objekt des öfteren Kontakt mit Behörden – sei es, um etwas zu melden oder um Auskünfte einzuholen.
Die Sicherheitsbranche entspricht einem Zweig aus dem Wirtschaftssektor, was bedeutet, dass Sicherheitsmitarbeiterinnen und Sicherheitsmitarbeiter mit höherwerziger Ausbildung auch Angebote und Rechnungen erstellen, weil sie auch wirtschaftliche Tätigkeiten erlernt haben. Im Sicherheitskonzept, was ebenfalls einer Dienstleistung entspricht, sollte man in der Lage sein, zum Beispiel Feuer einzudämmen, noch bevor es ausbricht – wir sprechen gerade vom vorbeugenden Brandschutz. Ebenso gibt es im alltäglichen wie im beruflichen Umgang mit Menschen Möglichkeiten, die als “Techniken” bezeichnet werden, um eine Situation erst gar nicht deeskalieren zu müssen, also Gefahrenpotiential vorzeitig zu erkennen und auszuschließen. Das setzt voraus, dass man sich geistige wie emotional in Täter rein versetzen kann. Emotionale Intelligenz ist kein Wortspiel mit Widersruch insich, wie z.B. eine “gerade Kurve”.
Manche Bildungsträger bieten als Zusatzqualifizierungen in den Lehrgangskosten den Führerschein Klasse B (PKW) an, außerdem einen Deutsch-Kurs bis teilweise C, oder eben einen Kurs für Deeskalationstechniken und Selbstverteidigung. Den Zaubertrank aus den Comics kreieren wir nicht.

Weitere Informationen über das Bewachungsgewerbe findet man in den Seiten der DIHK Bildungs GmbH.

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Krimilesung “Eisbad in der Truhe” mit Bernhard Hatterscheidt.

Am Sonntag, den 3. November 2019, war ich bei einer interessanten Krimi-Lesung namens “Eisbad in der Truhe” von Bernhard Hatterscheidt statt. Hatterscheidt begann sein Berufsleben Anfang der 1980er Jahren mit bereits 16 Jahren mit einer Ausbildung bei der Polizei – ursprünglich aber hatte er Banker werden wollen. Inzwischen ist Hatterscheidt Kriminalhauptkommissar.
Veranstaltet wurde die Lesung von World of Dinner aus Essen, der Heimatstadt Hatterscheidts.

“Möerderischer Fastelovend” war im Jahr 2010 sein erstes Buch. Inzwischen, hat er mir vor wenigen Tagen verraten, schreibt er an seinem zehnten Krimi. Seine Lesungen sind mehrfach in den Medien vertreten.

Die Lesung “Eisbad in der Truhe” hat sich durch mehrere seiner Bücher gezogen, angefangen bei “Mörderischer Fastelovend”. Begleitet wurde die Lesung mit insgesamt drei Pausen und einem dazu passenden 3-Gänge-Menü, bei Lachs angefangen.
Wie bei all seinen Werken und Lesungen hat Frau Hatterscheidt tatkräftig im Hintergrund geholfen. Ich bin mir sicher, dass ohne sie die Lesungen nur halb so gut geworden wären.

Meinen persönlichen Dank auch an das freundliche und motivierte Personal, das uns bewirtet hat.

Mehr Infos in seiner Webseite www.kriminalistenroman.de

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Filmtipp “Der goldene Handschuh” (2019).

Fritz Honka, im Jahr 1935 in Leipzig geboren und 1998 in Hamburg verstorben, als drittes von zehn Kindern in erbärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, wurde während der 1970er Jahre als Frauenmörder, und somit auch als Serienmörder bekannt. Sein “Markenzeichen” war außerdem, dass er die Leichen zerstückelte und in seiner Wohnung aufbewahrte. Nachbarn bemerkten den widerlichen Gestank im Teppenhaus, konnten diesen jedoch nicht zuordnen.

Der Regisseur Fatih Akin, der bereits im Jahr 2004 den mehrfach ausgezeichneten Film “Gegen die Wand” herausbrachte, hat nun seinen ersten Thriller “Der goldene Handschuh” nach dem gleichnamigen Buch von Heinz Strunk inszeniert. Der Film ist nicht umsonst FSK 18.

Kinostart am 21. Februar 2019. Hier der erste Trailer.

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Google-Plus-Dienst wird im April 2019 eingestellt.

Dass der Dienst Google-Plus eingestellt werden wird, ist schon länger bekannt. Nach einer Datenpanne, von der 500.000 Nutzer betroffen waren, wird die Einstellung allerdings früher als geplant vorgenommen werden, nämlich bereits im April 2019.

https://www.pcspezialist.de/blog/2018/10/11/datenpanne-google-plus/


Die Google-Plus-Seite von Leo Büchner habe ich bereits gelöscht.

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“Für`s Bett hab` ich noch nie `n Buch gebraucht!”

“Für`s Bett hab` ich noch nie `n Buch gebraucht!” – diesen Satz kennen wir aus einem Fernsehwerbespot des Alpha Telefon (siehe Video). Auch Legastheniker, also Menschen mit Lese- und/oder Schreibschwäche, mogeln sich durch den Alltag. Manche Legastheniker sagen auch “Habe meine Lesebrille nicht dabei”.

Lesen und schreiben zu können ist für viele Menschen auf der Welt eine Selbstverständlichkeit. Nicht nur das Aneinanderreihen von Buchstaben, sondern sich auch schriftlich mitteilen zu können. Selbstverwirklichung ist nämlich ein Teil der Maslow-Pyramide.
Von klein auf haben wir gelernt, unangenehme Situationen mit Ausreden zu beschönigen, zu belustigen, zu kompensieren. Manche Legastheniker haben allerdings aufgrund ihrer Schwäche von klein auf Negatives erlebt (möglicherweise sogar durch Eltern und Famile, die mit der Schwäche des Kindes nicht umgehen können), wodurch einige weniger Selbstbewusstsein haben, mit der Folge, dass die negativen Erfahrungen mit anderen Menschen ein Leben lang bleiben.

Nicht wenige Menschen auf der Welt, die nicht schreiben können, “verkriechen” sich ausschließlich in die rationale Welt – mit Verlaub: rationales Denken ist fördernd für die Mathematik.
Lesen und Schreiben zu können ist ebenso selbstverständlich wie rechnen und Mathematik. Ohne Buchstaben keine Kommunikation und ohne Gleichungen zum Beispiel keine Häuser – wenngleich die Mathematik auch als imaginäre Sprache verwendet werden kann.

In einem Beitrag weiter oben hier in meiner Autorenwebseite sieht man ein Video, in welchem erklärt wird, dass französische Forscher herausgefunden haben, dass Legasthenie mit einer Fehlstellung der Augen zu tun hat.

Ich als Autor Leo Büchner bin auch auf der Seite der Legastheniker! Denn außer der Kommunikation bietet das sinnvolle Aneinanderreihen von Buchstaben auch die Möglichkeit, Geschichten zu hören und zu lesen, also zu entspannen, zu lernen, und in andere Welten ab- und einzutauchen.
Ich schließe mich dem Alpha Telefon an: Schreib` dich nicht ab. Lerne lesen und schreiben.

Folgend die gekürzte Form des Werbespots des Alpha Telefon:

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