Webinar zur Prävention von Hass im Netz am 23.03.2022 (mit Video)

Falschmeldungen und Hassrede gibt es mit Anzahl der Medien immer häufiger. Deshalb wird an anderer Stelle immer häufiger darüber berichtet.
Die Falschmelder haben unterschiedliche Absichten: manche generieren sie, um andere einzuschüchtern, zur Freude anderer, und für manche sind Fake-News ein lohnendes Geschäft, auch für die Politik in aller Welt.
Viele derer die zu Opfern gemacht werden, haben lange unter den Aggressionen, die nicht selten unter die Gürtellinie oder ins Privatleben gehen, lange zu leiden, wenn man “angezählt“ wird.
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Bitte unterstützt meine Petition zum Schutz von Frauen und Kindern vor sexualisierter Gewalt.

Vor Corona und lange vor dem Internet sind Gewalt- und Sexualtäter auf die Pirsch gegangen, haben wochenlang, ja, monatelang, nach möglicher Beute Ausschau gehalten. Immer mehr Straftaten haben ihren Ursprung im Internet gefunden, und dann kam auch noch Corona.
Die Missbrauchskomplexe Münster, Lügde und Bergisch-Gladbach haben uns ein noch nie dagewesenes Szenario aufgezeigt. Scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten und scheinbar vollkommene Rechtsfreiheit.
Gemäß der Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) sind allerdings die Hälfte aller Hersteller, Besitzer und Verbreiter sogenannter „Kinderpornographie“ jugendlich. Viele Jugendlichen suchen nicht nach solchen Dateiuen zur eigenen sexuellen Befriedigung, sondern um anderen zu schaden. Allerdings sprichwörtlich „ohne Rücksicht auf eigene Verluste“, denn schon ein Screenshot definiert im § 184 des Strafgesetzbuches die Herstellung, und der ist ebenfalls strafbar.
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Meine beiden künftigen Bücher (Sachbuch und Kinderbuch)

Dieser Beitrag dient dazu, meinen Leserinnen und Leser über meine Arbeit als Autor auf dem Laufenden zu halten.
Wer selbst gerne schreibt, und mir eine Co-Autorenschaft mit Nennung anbieten möchte, darf bei mir vorstellig werden.
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Kriminalprävention & Selbsthilfe

www.bka.de – Das Bundeskriminalamt (BKA) informiert ständig im eigenen Webauftritt und in Sozialen Netzwerken über laufende Ermittlungen und Öffentlichkeitsfahndungen, auch über die Arbeit beim BKA.

Bundesamt für Verfassungsschutz – Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschlands mit all seinen Artikeln ist unsere Verfassung. Wer Beiträfe und „Meinungen“ im Internet sieht, welche zum Beispiel gegen bestimmte Personengruppen oder gegen Staatsorgane gerichtet sind, sollte diese melden.

Onlinewachen der Länderpolizeien – Strafbare Handlungen, ob nun real oder virtuell, können hier angezeigt werden, sofern eine eine Tat strafrechtliche Relevanz hat. Zur Erkennung von Tatbestandsmerkmalen empfiehlt sich die kostenlose App namens „Strafrecht“, die unter anderem Paragraphen des Strafgesetzbuches, der Strafprozessordnung und des Handelsgesetzbuches beinhaltet. Bei akuten Gefahren bitte immer die 110 wählen!

www.polizei-beratung.de – News, Fakten & Tipps der Polizei.

www.soundswrong.de – Tipps & Beratung der Polizei bei sexueller Gewalt.

www.bundesjustizamt.de – Formular zur Meldung beim Bundesamt für Justiz. Eine Meldung an das Bundesamt für Justiz, dass ein soziales Netzwerk einen rechtswidrigen Inhalt nicht gelöscht oder gesperrt hat, setzt voraus, dass Sie sich zuvor erfolglos bei dem betreffenden Netzwerkbetreiber beschwert haben.

www.zivile-helden.de – Für mehr Zivilcourage. „Hast Du das Zeug zum zivilen Helden?“ Zeige, was in dir steckt, bei Themen wie Antisemitismus, Verschwörungstheorien, Gewalt, Hass im Netz und Radikalisierung. @zivilehelden auch in Facebook, Instagram und in Twitter.

www.aktion-tu-was.de – Eine Initiative der Polizei für mehr Zivilcourage.

www.genau-mein-fall.de – Karriereportal der Polizei.

www.aktiv-gegen-stalking.de – Eine Initiative von Ralf Scharrer für Prävention und Beratung von Stalking-Opfern.

www.berufsverband-sexarbeit.de – Europäischer Verband für Sexarbeiter:innen, sei es Prostituierte, sei es Sozialarbeiter:innen.

BAO FOKUS – Fallübergreifende Organisationsstruktur gegen Kinderpornographie und sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, mit Sitz im Hessischen Landeskriminalamt (LKA).

www.anuas.de Bundesverband e.V. – Verein für Angehörige von Opfern körperlicher-, und sexueller Gewalt. Für die Angehörigen sind die Verstorbene keine Opfer, sondern geliebte Menschen.

www.bewusst-sign.de – Organisation bietet Beratung für Opfer von Gewalt. Mit kostenlosem Medienpaket zum Download.

www.klicksafe.de – Medenerziehung für Kinder und Eltern.

www.annanackt.com – Von Frau zu Frau: solltest du Hilfe benötigen, weil deine Nacktbilder ohne deine Zustimmung in Pornoseiten gelandet sind, bist du hier richtig.

ZIT – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität, im Juli 2019 gegründet, ansässig im Hessischen Landeskriminalamt (LKA).

www.hateaid.org – Erste Beratungsstelle Deutschlands gegen Hass im Netz.

www.juuuport.de – Online-Beratungsstelle von jungen Leuten für junge Leute bei Angelegenheiten wie Cybergrooming, Cybermobbing, Hass im Netz, Mediensucht und Fake-News.

www.hass-im-netz.info – Immer häufiger werden Hassbotschaften im Internet verbreitet, Menschen bloßgestellt und sogar Privatadressen im Netz geteilt. Auch rechtsgerichtete Hetze ist eine Straftat.

www.stark-gemacht.de – Hass im Netz ist weit verbreitet und Präventionsmöglichkeiten gibt es viele. Es bringt allerdingswenig, wenn jedes davon für sich selbst arbeitet.

www.anrufen-hilft.de – Hilfe bei sexuellem Missbrauch, egal ob an Kindern oder an Erwachsenen: www.anrufen-hilft.de oder 0800 22 55 530

www.jugendschutz.net – Heutzutage haben viele Straftaten einen digitalen Vorlauf. Wie man am besten mit sexualisierter Gewalt und Rechtsextremismus im Netz umgehen sollte, um die Kinder zu schützen.

www.kjm-online.de – Sie kennen Seiten, in denen jugendgefährdete Medien gepostet werden bzw. den Link zu einem solchen Inhalt? Hier melden.

www.jugendundmedien.ch – Informationen, Beratung und Sensibilisierung bei Kinder-, und Jugendmedienschutz.

www.internet-beschwerdestelle.de – Ein Zusammenschluss aus eco e.V. (siehe unten) und jugendschuz.net in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (BKA).

www.weisser-ring.de – Weißer Ring e.V., Prävention und Hilfe für Opfer sexualisierter Gewalt.

www.melinaev.de – Sexueller Missbrauch ist etwas Furchtbares und nimmt leider jährlich zu. Sexueller Missbrauch seitens einer Täterin oder eines Täters innerhalb der Verwandtschaft übertrifft. Was tun, wenn innerhalb der eigenen Familie Kinder gezeugt werden?

www.frauenrechte.de – Deutschsprachige Webseite im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

www.ich-zeige-das-an.de – Auch im 21. Jahrhundert werden quuere Menschen mit Homo-, Bi-, und Transphobie belästigt. Dagegen gibt es zwar nicht von Ratiopharm, aber rechtliche Hilfe.www.sophie.or.at – Beratungszentrum für SexarbeiterINNEN in Wien. Mit Krisenintervention, Streetworking und hilfreichen Links.

www.stark-im-amt.de – Immer häufiger werden nicht nur Abgeordnete im Bundestag, sondern auch Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker samt ihren Familien als „Opfer“ von Beleidigung und Bedrohung auserchoren, ihre Privatadressen werden im Internet angeprangert. Gemeinsam mit Bundespräsident Frank walter Steinmeier wurde diese Initiative ins Leben gerufen.

ARD Mediathek – Am 11. Januar 2022 sendete die ARD den report aus München, darin sprach der Bischof von Augsburg, der bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen helfen möchte, mit zwei ehemaligen Opfern, die einst in der Kirche missbraucht worden waren.

www.innocenceindanger.de – Auch Innoence In Danger e.V. sagt, dass die Prävention bei jedem von uns anfängt, weil bei der Intervention bereits etwas passiert ist. Hier findet man außerdem ebenfalls Themen wie Cybergrooming und Smart User Schulungen für Erwachsene.

www.hilfe-portal-missbrauch.de – Wer einst Opfer des sexuellen Missbrauchs geworden ist, findet hier neben Beratung und finanziellen Hilfen auch Gespräche mit ebenfalls ehemaligen Betroffenen.

www.eco.de – Mit über 1100 Mitgliedern gestaltet eco als größter Verband der Internetwirtschaft in Europa das Internet.

www.forum-opferhilfe.de – Ein Hilfeforum des Weißer Ring e.V. für Betroffene. Hier kann man sich unabhängig von einer Beratung mit Gleichgesinnten (Betroffenen) austauschen.

www.dksb-roesrath.de – Beim Deutscher Kinderschutzbund Örtsverband Rösrath e.V. sind Geldspenden und Fördermitgliedschaften möglich.

www.zartbitter.de – Zartbitter e.V. Ein Verein in Köln, der sich seit Jahrzehnten gegen Missbrauch an Jungen und Mädchen einsetzt.

www.aufarbeitungskommission.de/sexueller-kindesmissbrauch-durch-frauen – Die häufigsten Täter sind männlich, deshalb geht die Täterschaft durch Frauen seitens Medien oft unter. Dieses liefert Erkenntnisse über die psychischen Folgen von Menschen, die sexuellen Kindesmissbrauch durch eine Frau erlebt haben sowie über Frauen, die ein sexuelles Interesse an Kindern haben und sexualisierte Gewalt ausüben.

www.detlevzander.de – Detlev Zander wurde ein als Opfer sexualisierter Gewalt auserchoren und um Arbeit- Aufklärung und Aufarbeitung sexualisierte Gewalt und andere Gewaltformen in der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) und der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal (bei Stuttgart) bemüht.

www.kein-taeter-werden.de – Sie lieben Kinder mehr als Ihnen lieb ist? Die Neigung zu besitzen, ist kein Verbrechen. Sondern es ist eine Stärke, wenn Sie sich helfen lassen. Bitte tun Sie es primär für die Kinder – und für sich selbst.

www.bevor-was-passiert.de – Ebenfalls ein kostenloses Therapieangebot für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen.

www.hassmelden.de – Hier kann man Screenshots und Dateien uploaden (hochladen), in denen #Hassrede #HateSpreach enthalten ist. Dazu passend gint es auch die App. Unterstützt wird diese Seite von „DER SPIEGEL“, „Frankfurter Allgemeine“, „Deutschlandfunk“ und „Pro7“.

www.beauftragter-missbrauch.de – „Johannes-Wilhelm Rörig ist der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Ihm wurde das Amt zum 1. Dezember 2011 übertragen.“

www.internet-beschwerdestelle.de – eco & FSM – Gemeinsam gegen rechtswidrige Inhalte im Internet.

www.unterstuetzung-die-ankommt.de – Informationsseite über die Arbeit der Jugendämter.

www.bios-bw.com – Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS BW) e.V. Zitat aus der Webseite „Wegsperren allein bringt nichts – Behandlung von Tätern ist präventiver Opferschutz“.

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Prävention Bundeswehr

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges hatten die Besatzermächte Russland, USA, England und Frankreich Deutschland für sich aufgeteilt und teils die Führung übernommen.
Zehneinhalb Jahre nach Kriegsende bekam die im Jahr 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland die Erlaubnis, sich mit einer eigenen Armee, genannt Bundeswehr, teilweise gegen Gefahren von Außen zu rüsten. Außerdem wurde die Allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Mit »Mörder! Mörder!«-Rufen demonstrierten erste Kriegsdienstverweigerer gegen die Bundeswehr.
Tatsächlich musste sich die Bundeswehr erst noch beweisen und Vertrauen schaffen. Nicht nur in Teilen der eigenen Bevölkerung, sondern auch vom benachbarten Ausland gab es Skepsis, dass man so wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zu „alter Form“ heranwachsen könnte.

Damit die Bundeswehr eben nicht mehr zu einer eigenständigen Armee heranwächst, war der Beitritt in die im April 1949 gegründete NATO unabdingbar. Dabei handelt es sich um ein Staatenbündnis, welches Europa und Nordamerika miteinander verbündet, und man sich im Ernstfall einander holft.
Schon von Anfang an ist die Bundeswehr auch eine Armee, die dem eigenen Volke humanitäre Dienste leistet, zum Beispiel bei Hochwasserkatastrophen Nahrung verteilen und Notwendigkeit zur Einhaltung der Grundrechte wieder herstellen oder in Zeiten, wie der Corona-Pandemie Impfzentren und Temperaturmessstationen aufbauen.

Dass man in den vielen Jahrzehnten der Existenz nicht durchweg alles korrekt durchführt, ist nachvollziehbar – auch hier passt „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“. Kritik bekam die Bundeswehr aus weiten Teilen der Bevölkerung zum Beispiel beim ersten Kriegseinsatz seit dem Zweiten Weltkrieg, nämlich beim Kosovo-Einsatz im Jahr 1999. Außerdem hat man sich von 2001 bis 2021 in Afghanistan zwecks Wiederaufbau und Ausbildung dortiger Ordnungskräfte bemüht – wenige Tage nach Abzug der Alliierten war Afghanistan wieder in Kontrolle der Rebellen.

Doch eines ist gewiss: ohne die Bundeswehr wäre Deutschland bei Weitem nicht so stabil und selbstständig, wie es ist.

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Prävention Sicherheitsdienste

Was genau definiert das Wort Sicherheit? Kann man Sicherheit kaufen? Also ein Gegenstand ist sie schon mal nicht. Eher ein Gefühl. Fühlt der zu schützende sich immer noch nicht wohl…, ist der Auftrag dann erfüllt? Ein Vertrag kommt erst durch beiderseitiges, schriftliches Einverständnis nach einer Willensabgabe (Angebot) zustande, so steht es sogar im Bürgerlichen Gesetzbuch. Der Vertrag ist also erfüllt, wenn die im Vertrag stehenden, aufgeführten Dienstleistungen erbracht worden sind. Was aber, wenn die zu schützende Person, der Kunde, noch immer Bammel hat? Selbst wenn das Hausdach so dick ist, dass man einen Panzer oder einen Kran drauf stellen kann, und der Kunde immer noch drin sitzt und vor Angst zittert, kann man doch nicht sagen „Hör` mal, der Vertrag ist erfüllt. Außerdem bin ich Sekuriti, und du nicht“. Einen weiteren Auftrag dürfte es dann wohl nicht mehr geben, weil Auftrag zwar erfüllt, aber Verlust des (guten?) Rufes und Ansehen als Sicherheitsunternewhmen.

Viele von uns haben sich schon mal mit einer Person unterhalten, die mindestens als Streckenposten irgendwo im Einsatz gewesen ist und hinterher behauptet hat „Ich war auch schon mal Sekuriti“. Der älteste Job, die älteste Tätigkeit, der Menschheit ist die Prostitution. Das älteste Gewerbe der Welt, also auf einem Schriftstück, einem Vertrag, basierend eine Tätigkeit auszuüben, ist die Sicherheitsbranche. Nun sind die Neandertalerzeiten längst vorbei. Ob das aber auch bei jedem angekommen ist, scheint manchmal fraglich. Man trifft in jeder Berufsgruppe auf Kolleginnen und Kollegen, die den Beruf aus der Not heraus gewählt haben. Manchmal kann auch eine zweite Wahl zu einer Leidenschaft werden – manchmal kann es auch im Desaster enden. Berufsgruppen wie Polizei, Militär und Sicherheitsdienste sind für manche die Bestätigung als Macho, als „Rambo“. Im Vergleich zu anderen Berufsgriuppen wie beispielsweise Schiedsrichter oder Verkäufer hat man in der Sicherheitsbranche auch die ehrenwehrte Aufgabe, jemand anderem etwas zu sagen, was nicht gerne gehört wird, beispielsweise Beachtung und Durchführung des Hausrechts.
Zugegeben: auch die Bedeutung der Dominanz ist ja relativ. Steht man nur da und lässt sich alles gefallen, schämt sich der Aufgtraggeber oder der Aggressor lacht sich ins Fäustchen. Pustet man die Ärmel auf, nach dem Motto „Isch Scheff, du nix“, kann auch das nach hinten los gehen. Sehr gut erkannt: man steht auch als Sicherheitsmitarbeiter zwischen den Fronten. Im schlimmsten Fall ist man Schlichter. Damit man erst gar nicht schlichten oder gar deeskalieren muss, sollte man anpassungsfähig sein (sowohl beim Kunden als auch bei dessen Gästen), teamfähig und loyal gegenüber dem Kunden und gegenüber seinen Gästen. Ein gewisses Maß an rednerischer Bewandnis und an Allgemeinbildung schaden grundsätzlich nicht.

Man darf eines nicht außer Acht lassen: die Ausbildungsmöglichkeiten innerhalb der Sicherheitsbranche sind fast sio vielfältig wie die Aufgabenfelder. Immer noch gibt es den 1-wöchigen Lehrgang der Unterrichtung nach § 34a der Gewerbeordnung, über die staatlich anerkannte 3-jährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit bis hin zum Studium des Sicherheitsmanagments mit Abschluss des Bachelors an der Fachhochschule und dem Masterabschluss an der Universität.

Die Realität sieht oftmals so aus, dass man sich mit einem Gehalt mit geringwertiger Ausbildung erst nach Ableisten einer Stundenzahl weit über Tarif über Wasser halten kann. Für manche Sicherheitsmitarbeiter sind 200 Stunden pro Monat und mehr Standard. Man könnte dagegen klagen, tun viele aber nicht, man könnte nämlich schneller den Job verlieren, als man drin gewesen ist. Und nach zu oft raus wird`s irgendwann schwierig. Theorie und Praxis. Soll man jemandem, der unter solchen Bedingungen arbeitet, auch noch vorschreiben, dass er sich regelmäßig fortbilden soll? Wann denn bitteschön, vielleicht auch noch mit Partnerin bzw. Partner und Anhang?! Von einem 160-Stunden-Job kann sich ein einfacher Sicherheitsmitarbeiter wahrlich nicht viel kaufen.
Es gibt Theorien, dass die Mutter aller Lösungen sei, jeden Sicherheitsmitarbeiter von vornherein höherwertiger auszubilden. Ob dadurch Quantität und Qualität in Einklang gebracht werden, wage ich zu bezweifeln. Man trifft wie in jedem anderen Beruf auch Quereinsteiger mit minderer Ausbildung, aber mit mehr Spaß und mehr Moral – die trifft man natürlich auch unter Menschen mit höherwertiger Ausbildung. Die freie Berufswahl ist eines unserer Bürgerrechte, und deshalb im Grundgesetz verankert. Man kann also einem Mitarbeiter mit Meisterbrief nicht verbieten, eine Anstellung als Hilfsarbeiter anzunehmen.

Doch, auch in der Sicherheitsbranche findet man nicht nur die Ego-Shooter, sindern auch genügend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich um uns sorgen, und sich mit uns freuen, wenn uns geholfen werden konnte. Sie sind es würdig, uns ihre Geschichten aus dem Berufsalltag zu erzählen.>/span>

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Prävention Rettungsdienste

Sie kommen mit lautem „Ta-Tü-Ta-Ta“ an, steigen aus, ziehen eine Trage aus dem hinteren Bereich des Wagens, legen die verletzte Person auf die Trage, schieben die beladene Trage ins Fahrzeug-Innere, steigen wieder ein und fahren weg.
Das sind Szenen, wie man sie aus Filmen aus den 1950er Jahren im Schwarz-Weiß-Format kennt. Zu diesem Zeitpunkt entsprach dies auch der Realität, damals war man nämlich einfach nur Krankenwagenfahrer. Heute wird man von vielen aus der Bevölkerung als (Zitat) „jemand von der Rettung“ angesehen. Dabei beginnt das Rettungswesen mit dem 1-wöchigen Lehrgang zum Sanitätshelfer, mit dem man als Mindestanforderung befugt ist, auf öffentlichen Veranstaltungen Streife zu laufen, bis hin zum Medizinstudium.

»Ihr seid die Spinner, die auf dem freien Arbeitsmarkt versagt haben!« hat uns Ende der 1990er Jahre in der „Lachende Sporthalle“ (ehemalige Karnevalsveranstaltung in Köln) mal jemand zugerufen. Beleidigung gegen Rettungskräfte gab es schon immer. Genauso wie Soldatinnen und Soldaten auch in der Vergangenheit als „Mörder!“ beschimpft worden sind. Man wird auch als Mitarbeiter im Rettungsdienst tweilweise beustigt angesehen, manche suchen ihr Ventil, und manche stehen mit großen Augen und mit offenem Mund einem Rettungswagen mit Martnshorn hinterher. Man muss also auch als Bediensteter im Rettungsdienst nichts sagen – einfach nur sichtbar sein genügt, um Emotionen unterschiedlichster Art auszulösen.

Von 1989 bis 2011 war der Rettungsassistent am Unfallort der nächste Vertraute nach dem Arzt, die Rettungskette nach unten betrachtet. Also war der Rettungsassistent nicht der Assistent vom Sanitäter (dieser hat einen 560-stündigen Lehrgang genossen), sondern der Assistent war nach einer staatlich anerkannten Berufsausbildung (als Umschulung 2 Jahre, 1 Jahr Schule inkl. Praktika und 1 Praktikum in einer Rettungswache) der Assistent vom Arzt. Inzwischen hat der Gesetzgeber den Beruf des Notfallsanitäters eingeführt, der nach 3 Jahren staatlich anerkannter Ausbildung – im Gegensatz zum Assistenten – examiniert ist, darf also auch Zugänge legen. Aber auch in der Berufsausbildung zum Rettungsassistent bekommt man nicht nur ausführliche Medikamentenkunde und erlernt die Anatomie, die Physiologie und die Pathologie, sondern man lernt auch die Koordination einer Rettungskette und des Rettungsdienstes, und erlernt auch das Wirtschaftliche.

Auch im Rettungsdienst sind Überstunden an der Tagesordnung, Außerdem kann es – je nach Arbeitgeber (es gibt nicht nur DRK & Co.) – auch vorkommen, dass man sehr kurzfristig als ursprünglich eingeplant wieder zum nächsten Dienst antreten muss, nachdem die Mindestruhezeit von 12 Stunden eingehalten wurde, aber ursprünglich 24 Stunden Ruhezeit im Plan standen.

Mit der Zeit geht die Unregelmäßigkeit an die Substanz – bei jedem, aber bei jedem unterschiedlich. Manche meiner Ex-Kollegen wussten, dass sie nach der Ausbildung lediglich ein paar Jahre arbeiten würden, weil sie ein Verbindungsstück in ihrer Vita brauchten. Manche widerum sind nach etlichen Jahren Frührentner geworden, weil sie es körperlich (z.B. nach Herzinfarkt) und psychisch nicht mehr schaffen, sich selbst zurück zu nehmen und permanent auf andere einzulassen. Und manch andere machen den Job bis ins hohe Alter.

Es gibt keinen Algorithmus: man kann abschätzen, dass es z.B. während der kompletten Karnevalssession (dauert im Rheinland vom 11.11. bis Aschermittwoch) mehr passieren wird als sonst, aber man kann nie bis ins Detail sagen »Ach nee, nächste Woche werden wir wieder ein paar Leichen sehen.« Der Spruch »Et kütt, wie et kütt!« ist an dieser Stelle mehr als ein Kölsches Grundgesetz. Und selbst wenn man einfach nur anwesend ist und überhaupt nichts tut, wird man in Arbeitskleidung aus dem Rettungsdienst ganz anders angesehen als z.B. jemand aus dem Handwerk.

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Prävention Feuerwehr & THW

Manche werden sich vielleicht fragen, weshalb ich die Rettungsdienste nicht auch den Feuerwehren zugeordnet habe, wo es doch auch bei der Feuerwehr eine Abteilung für den Rettungsdienst gibt. Es gibt auch Organisationen, die ausschließlich für Sanitätsdienste, Rettungsdienste und Katastrophenschutz zuständiug sind. Diese vier Organisationen heißen Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Arbeitersamariterbund (ASB), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD). Das Technische Hilfswerk (THW) ist keine Rettungsdienstorganisation, sondern beziehtlich namentlich auf den Einsatz technischer Geräte, also auch Katastrophenschutz.

Bei der Feuerwehr, ob beruflich oder ehramtlich, kommt man ohne abgeschlossene Berufsausbildung im Handwerk oder abgeschlossene Berufsausbildung im Rettungsdienst (Rettungsassistent und Notfallsanitäter) gar nicht rein, denn Feuerwehrmann sein bedeutet mehr als ein paar Hekoliter Wasser in ein Feuer zu schießen. Zumal gar nicht erst bei jedem Feuereinsatz Wasser verwendet werden kann, also benötigt man mindestens das Hintergrundwissen der einzelnen Brandklassen. Desweiteren ist man näher am Geschehen als andere, zum Beispiel in einem engen Schacht, während einem Feuer und Rauch entgegenschlagen. Man muss also auch im wörtlichen Sinne in heißen Situationen einen kühlen Kopf bewahren können, und man muss unbedingt teamfähig sein. Sogenannte „Rambos“, wie man sie leider in allen Berufsgruppen findet, in denen man Verantwortung für andere trägt, sind auch bei der Feuerwehr fehl am Platz.

Zur handwerklichen Ausbildung oder der iM Rettungsdienst erlernt man zusätzlich nochmal den Beruf der Feuerwehrfrau bzw. des Feuerwehrmannes, dazu zählt unter anderem der wirtschaftliche Teil. Denn die Feuerwehr arbeitet nicht für Lau, und ist erst recht nicht günstig. Auch in der Feuerwehr sind Überstunden mal mehr und mal weniger an der Tagesordnung. Und selbst wenn man mal nicht im Einsatz ist, befindet man sich in einer Übung oder in einer Fortbildung.

Jeder Mensch freut sich über ein kleines Erfolgserlebnis, das ist vollkommen nachvollziehbar. Wie auch die Polizei wird auch die Feuerwehr zu Einsätzen vom entflogenen oder entlaufenen Haustier über Menschen in Notsituationen bis hin zu Menschen, die aus der Notsituation nicht mehr rechtzeitig befreit werden konnten. Auch als Feuerwehrfrau bzw. Feuerwehrmann benötigt man ein dickes Nervenkostüm. Abgesehen von den erforderlichen psychischen und physischen Eigenschaften arbeiten auch bei Feuerwehr und THW „Menschen wie du und ich“, wie man so schön sagt.

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ApraNet, Internet, DarkNet…, und dann?

Bereits im Jahr 1971 wurde die weltweit erste E-Mail verschickt, damals im ApraNet, diese E-Mail diente lediglich dem Datenaustausch zwischen zwei Computern, die im jeweils benachbarten Zimmer standen. Im Jahr 1984 erreichte das damalige “Internet“ nun auch Deutschland, bei uns hieß es CSNET. Selbiges wurde im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut, damit – so hieß es damals – “…, auch die sozial schwachen Menschen zu Wort kommen.“
Heute, im 21. Jahrhundert, haben wir so viele verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten, von denen wir während der 1980er Jahre noch nicht mal zu träumen wagten. Mit den viele Kommunikationsmöglichkeiten hat sich auch unser alltäglicher Sprachgebrauch geändert, manche klingen – sarkastisch formuliert – schon fast wie “Möchte-Gerne-Gangster“, weil sie fast nur noch englische Ausdrücke gebrauchen, die sie jeweils noch nicht mal in zwei Sätzen erklären können, und dabei auch noch die eigene Muttersprache auf der Strecke lassen: App, Cloud, Internet, Cache, Browser, Homepage, Web-Broker, Online-Marketing, Notebook, Laptop, WiFi, Smartphone, iPhone…, und, und, und.

Ist ja schon gut, allein mit dem Gebrauch fremdsprachiger Wörter wird man nicht zwangsläufig kriminell. Menschen werden aber doch bekanntlich fahrlässig, wenn man ihnen die Möglichkeit(en) dazu gibt – wobei anti-soziales (Kurzform: asozial) Verhalten auch im Tierreich zu beobachten ist: auch Tiere petzen, verpfeifen andere Tiere, weil sie Antipathie empfinden oder ein Tier mehr mögen als ein anderes, oder weil sie vor einem angreifenden Tier warnen.

Was könnte uns hoch entwickelten Lebewesen, also die vom Potential her intelligenteste aller drei Lebensformen, dazu veranlassen, anderen Menschen Schaden zuzufügen? Es muss etwas sein, was einem das Gefühl von Sicherheit vermittelt. Entfernung in Kilometern? Anonymität? Mildere Strafe bis Straffreiheit?
Nochmal ein kleiner Schwenk in die Vergangenheit. Während der 1970er Jahre zum Beispiel waren das Fliegen, und das Reisen überhaupt, viel teurer als heute. Billigflieger? Fehlanzeige. Ergo war man als Urlauber anonym, man konnte (z.B. am Ballermann) die Sau raus lassen ohne dass man sich zu Hause vor den Nachbarn schämen musste.
Ähnliches Verhalten ist heutzutage auch im Internet zu beobachten: man stelle jemandem einen Server in einem anderen Land zur Verfügung, wo eine beliebige Handlung strafbar ist, beispielsweise Herstellung und Verbreitung von Tierpornographie (ist selbst in manchen europäischen Ländern nicht strafbar). WO derjenige wohnt bzw. wo derjenige gerade sitzt, ist dabei nicht relevant, sondern das Land, in dessen Server bzw. das Rechenzentrum mit dem Server stehen – das lässt sich mit einer sogenannten “Briefkastenfirma“ im Ausland vergleichen.

Aus der Sicht vieler Menschen scheint es legitim, wenn sich jemand mit dem Usernamen “X“ einen anderen User, nennen wir sie/ihn “Y“, in öffentlichen Chat-Räumen so extrem belustigt, dass andere nur noch glauben, dass es sich bei “Y“ um ein scheinbar wertloses Profil handelt – Cyber-Mobbing, Fake-Accounts, Fake-News und Hetzreden sind weit verbreitet. Was aber, wenn weitere Personen ebenfalls im gleichen Chat-Raum mit einem beliebigen Usernamen befinden, die wissen, wer der User “Y“ im realen Leben ist? Für manche Menschen ist es ein Zeitvertreib, als User “X“ andere Internetnutzer zu trollen, wie es im Neu-Deutsch heißt. Manch andere zeigen sich im Internet so, wie sie wirklich sein möchten, was aber in der Realität, und vor allem im näheren Umfeld, niemand wissen soll (man denke als Vergleich an die oben genannten Ballermann-Urlauber von früher).
Wenn man an Satire schon längst vorbei ist, müsste doch bei uns hoch entwickelten Lebewesen eigentlich die Vernunft regieren, man müsste eigentlich den mobbenden Personen das Handwerk legen, sie anzeigen. Anstatt dessen springen viele auf den Zug auf. Stellen wir uns an dieser Stelle eine Horde Affen vor, wie die sich in gleicher Situation verhalten würden (wenn sie denn Internet hätten), weil diese uns von allen Tierarten am ähnlichsten sind.
Viele Internetnutzer wie auch reale Personen überlegen nicht, sondern glauben nur das, was sie sehen. Und die meisten Medienvertreter zeigen das, was möglichst viele sehen wollen, und benennen ihre eigenen Werke als “Satire“.

Das Rechtsgut Eigentum ist auch im Internet ein geschütztes Rechtsgut, zumindest formal. Täglich werden im Internet millionenfach Bilder und Videos Anderer, also ohne jegliche Kopier- und Nutzungsrechte, kopiert und vervielfältigt, oftmals noch nicht mal mit Quellangabe, und noch dazu werden Dateien oft für eigene Zwecke manipuliert, meistens ist die Verunglimpfung des Uploaders, also des Rechteinhabers, die Absicht. Es ist strafbar, aber möglich.

Mittels des Algorithmus ist es möglich, virtuelle Roboter zu programmieren, zum Beispiel besitzt jedes soziale Netzwerk mindestens einen davon. Nach dem Prinzip “Wenn nicht so, dann so“ beobachten die Roboter (Kurzform Bots) unser Verhalten im Internet, auch unser Kaufverhalten, um uns individuelle Werbung zu senden, und um wiederum mit unseren Daten Geld zu verdienen.
Nach selbigem Prinzip werden auch sogenannte “Social Bots“ programmiert, diese sind also in der Lage, anhand dessen, was wir wie schreiben, anhand unserer Ausdrucksweise, unsere Gefühlslage zu erkennen und darauf einzugehen (eben weil sie darauf programmiert worden sind) und um darauf programmiert zu antworten, was wir lesen möchten. Manche Online-Partnerbörsen nutzen derartige Bots, um Profile mit öffentlichen Bereichen und Bereiche, für die man bezahlen soll, zu erstellen. Bots in manchen sozialen Netzwerken werden darauf programmiert, Profile 1:1 zu kopieren, um damit dann Daten auszuspähen und realen Menschen Schaden anzurichten.
Wieder andere programmieren keinen Bot, sondern sie machen sich ihre Fähigkeiten zum eigenen Nutzen, indem sie hinter anderen Internetnutzern keine reale Person sehen, sondern nach dem Prinzip “Wenn nicht so, dann so“ einen anderen Internetnutzer, um letztlich an persönliche Daten zu gelangen, wie IP-Adresse, reale Wohnanschrift und Bankverbindung. Es gehört durchaus eine Form der Psychopathie dazu, sich das Vertrauen anderer Menschen zu erschleichen, um Selbiges für eigene Zwecke zu (auszu-) nutzen.

Wäre das Schließen der Pforten zur großen, weiten (Internet-)Welt eine logische Konsequenz daraus? Im Jahr 2009 hatte Ursula Von der Leyen vergeblich versucht, Internetseiten mit fragwürdigen Inhalten zu überprüfen und mit einem virtuellen Stopp-Schild zu versehen, was ihr den Beinamen “Zensur-Ursel“ einbrachte. Außerdem ist jeder Webseitenbetreiber nach § 5 des Telemediagesetz (TMG) verpflichtet, eine reale Adresse anzugeben, unter der man postialisch erreichbar ist. Na und?! Wenn doch nur der Server-Standort relevant ist… Ach so, die IP-Adresse? Ja, die IP-Adresse ist ein personenbezogenes, also ein persönliches Dokument, demnach ist die Sabotage rechtswidrig. Es ist aber möglich, die IP-Adresse selbst zu manipulieren, entweder man macht es selber oder man verwendet eines der vielen kostenlosen Browser-AddOns. Man kann also die IP-Adresse von Land zu Land über weitere andere Länder verschleiern, bis sie irgendwann nicht mehr im Ursprung erkennbar ist und aus einem ganz anderen Land zu stammen scheint. Es ist strafbar, aber möglich.
Man kann als Webseitenbetreiber die Domain einer Internetseite getrost mit “.de“ enden lassen, es ist dabei egal, in welchem Land der Server steht. Die IP-Adresse wird dann also in dem Land des Servers gebildet – und selbst wenn die Handlung bei uns strafbar ist, im Land des Servers aber keine Straftat ist…

Interessant, wir nähern uns der Thematik.

Man gebe einfach mal in Suchmaschinen (ohne Anführungszeichen) “Kostenloser Chat“ ein, und man finde Chat-Räume, für die man sich noch nicht mal registrieren muss, sondern lediglich einloggen. Sondern man denke sich einen beliebigen Namen und das Passwort und schicke beides an die gewünschte Chat-Person (den Usernamen zur Erkennung und das Passwort für das Einloggen). Funktioniert selbstverständlich auch ohne diese Daten, dann ist man aber für jeden anderen sichtbar und jede/r andere kann sich gleichzeitig beteiligen. Intime Unterhaltungen muss aber nicht jede/r mitbekommen.
In keinem Chat-Raum ist man wirklich anonym, das sei betont. In jeder Internetseite werden bereits bei der Erstellung der Webseite Log-Files angelegt, die definitiv mindestens vom Administrator eingesehen und auf illegale Inhalte überprüft werden können – auch in Internetseiten, in der nur eine Person agiert.
In jedem Land der Erde gelten andere Gesetze und auch jeweils andere moralische Wertevorstellungen, wir erinnern uns an den Standort der Herstellung der IP-Adresse. Was bei uns als “Hetzrede“ angesehen wird, gilt in den USA zum Beispiel, wo Hetzrede normal ist, als freie Meinungsäußerung, ganz gleich vom Server-Standort.
Auch der Datenklau wird in verschiedenen Ländern unterschiedlich gewichtet, ebenso wird in jedem Land zwischen dem Verhalten im Internet und dem realen Verhalten rechtlich anders entschieden. Wir als Bewohner zivilisierter Länder gegen davon aus, dass Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ein No-Go sind – Regierungen und Bewohner anderer Länder sehen das widerum anders.
Das eigentliche Problem dabei ist jedoch, dass die User vieler Internetseiten und Chats einfach nur miserabel betreut werden. Manche Admins gründen Seite oder einen Chat (oder beides) mit vorprogrammierten Dateien, um sich auf die Programmiersprache zu konzentrieren. Für Unannehmlichkeiten in den Seiten bis hin zu Verbreitung von strafbaren Inhalten möchten manche Betreiber keine Verantwortung übernehmen, oftmals wird dann lieber ein beliebiger User aus der Seite zum Moderator benannt, der “Prellbock“ sozusagen. Leider führt genau dieses Verhalten oft dazu, dass Internetseiten und Chat-Räume für eigene Zwecke missbraucht werden: manche posten wiederkehrend selbige Inhalte, was den Spam definiert, andere posten Dateien, die entweder nach unserer Wertevorstellung unmoralisch oder nach unserem Rechtssystem illegal sind. Nicht nur, dass viele Internetnutzer bei der Angabe des realen Alters lügen – wenn man sich gar nicht erst registrieren muss, ist es kein Wunder, dass man auch auf Inhalte trifft, die einem nicht gefallen oder die andere erst gar nicht sehen sollten, zum Beispiel Kinder nicht.

Was aber will man unternehmen, wenn einem Dateien begegnen, die aus dem Darknet beschafft worden sind, aber die Betreiber des Chats, in dem man sich befindet, lediglich diesen einen Chat-Raum schließen, damit ein weiterer mit gleich- oder ähnlich klingendem Namen eröffnet werden kann?
Selbstverständlich möchte man die Polizei verständigen. In dem Fall aber muss man sich erklären, was man selber in diesem Chat zu suchen hat, wenn nicht nach verbotenen Materialien. Und Screenshots von rechtswidrigen Materialien zu machen, die in einer Internetseite zu sehen sind, ist ebenfalls verboten. Ergo: man fühlt sich hilflos, erst recht, wenn man vermutet, dass sich in dieser Internetseite (oder im Chat) auch Kinder aufhalten. Viele Täter, die rechtswidriges Material posten, tun dies regelmäßig, und sind möglicherweise sogar schon vorbestraft – anhand der Gleichgültigkeit bezüglich der moralischen Wertevorstellung anderer Menschen lässt sich dies vermuten.

Viele Internetnutzer sind gewissem Sinne auch extrovertiert genug, um Usern in anderen Seiten zu zeigen, wie toll sie Dateien klauen können, und so tun können, als wäre es das eigene Material, die Anerkennung Anderer ist der Hintergrund. Pornos beispielsweise werden geklaut und im Titel auf die angebliche Ex-Freundin (im Englischen “Ex-GF“, Ex-Girlfriend, also Ex-Freundin) gemünzt oder auf sonstige Personen, die sie in der Phantasie der Uploader (zu Deutsch: “Hochlader“) sein sollen.
Aufgrund des stetigen Datenklau und aufgrund der Zeigefreudigkeit mancher Internetnutzer ist es heutzutage kein Problem mehr, ohne Altersangabe an Videos zu gelangen, in denen beleidigt, diffamiert, geschlagen, verprügelt, vergewaltigt geschnitten, gestochen oder auch enthauptet oder sonst wie getötet wird, und das alles unzensiert. Derartige Videos werden meist in ärmeren Regionen der Erde hochgeladen (uploadet), und das nicht nur von Betroffenen und von Augenzeugen, die die Betroffenen kennen, sondern auch von unbekannten Schaulustigen, und je nach Land oder Kontinent manchmal sogar von Rettungshelfern, von Ärzten und von Polizeibeamten. Und in vielen dieser Seiten sind dann auch noch pornographische Inhalte vertreten. Wie gesagt: andere Länder, andere Sitten.
Ist es moralisch vertretbar, dass auch labile Menschen auf solche Materialien Zugriff haben? Selbstverständlich lässt sich aus der IP-Adresse nicht herauslesen, ob der Internetseitenbesucher labil ist, soweit sind wir dann doch noch nicht. Heutzutage ist aber (behaupte ich) jedes zehnjährige Kind in der Lage, im Suchfenster einer Internetseite vier Buchstaben, nämlich aneinandergereiht “p“, “o“, “r“ und “n“ einzugeben, und gelangt dann unter anderem zu genannten Seiten.
“Ach, ist das furchtbar…!“, heißt es, wenn Nachrichten mal wieder darüber berichten, dass eine Frau in unserem Land von mehreren Männern vergewaltigt worden ist oder wenn eine Gruppe Jugendlicher eine gleichaltrige Person an ein abgelegenes Fleckchen Erde gelockt und gemeinsam mit Tritten und Schlägen misshandelt haben, obwohl die geschädigte Person am Boden liegt und sich längst nicht mehr wehren kann. Könnte es zwischen der abnehmenden Moral und der abnehmenden Hemmschwelle der heutigen Gesellschaft und den genannten Dateien eine Art Zusammenhang geben? Wie wäre es denn mit einer Art Teil- bzw. Mitschuld? Wieso kommt man nicht von selber darauf, dass man Derartiges wie obige Straftaten nicht nachahmen sollte bzw. wieso ist es anscheinend “cool“, sich mit fremden Federn zu schmücken? Stimmt: es hat niemand gesagt, dass man es nachahmen soll, es hat aber auch niemand gesagt, dass man es nicht nachahmen soll – darauf muss man erst mal kommen…!

Bei all der Digitalisierung und Vernetzung der eingangs erwähnten Kommunikationsmittel, und auch bei all der Schnelllebigkeit, darf es doch wohl noch erlaubt sein, sich selbst zwischendurch zu hinterfragen und dabei auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen?! Interessant wären da zum Beispiel auch Fragen wie “Wie viel Transparenz muss sein, und wie viel Transparenz sollte sein?“ Sicher schwer zu beantworten, denn auch das sieht jeder Mensch anders – Sicherheit ist ein Gefühl, und kein Gegenstand.
Der aus Köln stammende Comic-Zeichner Martin Perscheid verarbeitet gesellschaftliche Themen auf ironische Art, auch die Digitalisierung und die Vernetzung unserer Elektronik. In einem seiner Bilder sitzt z.B. eine Frau auf dem Klo und fragt Google “Okay, Google. Wo ist hier das Toilettenpapier?“ In einem anderen seiner Bilder sitzen zwei mit Puppen spielenden Mädchen auf einer Couch, das eine Mädchen zum anderen “Meine `Hello-Barbie` hat gesagt, wir sollen uns ausziehen.“ Betrachtet man dieses Bild genauer, sieht man rechts im Bild Mann hinter einem Baum stehen, der mit seinem Smartphone in der Hand in Richtung der beiden Mädchen lächelt.
Dieses Bild ist nicht im Geringsten verwerflich, das ist auch nicht meine Aussage, sondern es zeigt uns auf sarkastische Weise unser Verhalten auf, unsere Gedankenlosigkeit. Manche von uns sind gleich in mehreren sozialen Netzwerken und haben gleich mehrere Messenger-Dienste auf dem Handy installiert. Und dann beschwert man sich über all den Stress, hinterfragt aber nicht den Grund? Könnte mangelnde (Selbst-)Reflexion die Ursache sein? Und was vermag wohl der Grund dafür sein, dass viele Menschen die Sensationslust walten lassen anstatt Zivilcourage zu zeigen – sofern Zivilcourage nicht gerade als Trend definiert wurde?

Solange von den Verantwortlichen nicht mindestens ausreichend kontrolliert wird, dürfte es schwer sein, dass Internetnutzer mit psychopathischer Veranlagung ihre “Opfer“ (mir persönlich gefallen die Begriffe “Geschädigte“ oder “Betroffene“ besser) auch im Internet ausspähen.
Zu wenig Transparenz ist nicht gut, denn vor der Deeskalation sollten die Prävention, also eine Form der Offenheit, gestellt werden, um erst gar nicht deeskalieren zu müssen – zu viel Transparenz aber ist im Sinne von „Wer sich öffnet, macht sich angreifbar“ nicht gesund. Die Frage, ob es nicht etwa rechtliche Pforten zur großen, weiten Datenautobahn geben sollte, ist mit Sicherheit schwer zu beantworten, denn egal welche Regelung auch immer: diese gelte dann für alle, also wäre sicher immer jemand unter den Betroffenen, der meckert, hundert Prozent gibt es nämlich nur in der Mathematik.

Lesen Sie dazu gerne weiterführend meinen Beitrag „Netz des Grauens„.in dem es um sexuelle Gewalt an Frauen und an Kindern bor- und während des Internets geht, desweiteren um Täterprpfile und um mögliche Präventionsmaßnahmen.

Zu diesem Beitrag hat mich der Artikel “Instagram hat ein Problem mit nackten Kindern und alten Männern“ inspiriert. Darin geht es um mangelnde Verantwortung der Verantwortlichen und um verantwortungsloses Verhalten von Internetnutzern.

Im Beitrag “Rechtsinformation zur Kinderpornographie“ gibt ein Rechtsanwalt Ratschläge, wie man sich bestmöglich verhält, nachdem man im Netz verbotenem Material begegnet ist.

In den Seiten von www.polizei.de findet man nach Klick auf das jeweilige Bundesland auch die für den eigenen Wohnort zuständige Polizeidienststelle.

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Schutz und Sicherheit

Aufgrund diverser negativer Ereignisse sehnen sich immer mehr Menschen nach mehr Sicherheit. Etliche Eigenheimbesitzer lassen ihr Eigentum höher gegen Diebstahl, gegen Vandalismus oder gegen Einbruch versichern und/oder lassen die Sicherheitsstandards ihres Eigenheims erhöhen. Andere gründen ohne sogenannte eine „Bürgerwehr“, mit dem Vorwand, sich und andere schützen zu wollen – deren guten Willen ist sicher nichts entgegenzusetzen, wären da nicht mangelnde rechtliche Kenntnisse.
Das Thema Terrorismus in Deutschland allerdings ist zwar erst „ein paar Jährchen“ her, jedoch beim besten Willen nicht neu: Während der 1960er-, 70er- und 80er Jahre terrorisierte eine Organisation namens RAF (Rote Armee Fraktion) unter anderem Deutschland, deren meisten Mitglieder Studenten waren – also auch nichts Neues. Auch nach offizieller Auflösung der RAF im Jahr 1998 (ist im Internet nachzulesen) wird das Thema Sicherheit von vielen Bürgern, und auch von vielen Parteien, so intensiv diskutiert, dass man meinen könnte, die Lösung aller Sicherheitsprobleme sei gleichzeitig auch die Lösung aller Probleme (…).

Es sind allerdings nicht nur die „großen Themen“, denen wir im Alltag begegnen, und die für reichlich Zündstoff sorgen, sondern „Kleinvieh macht auch Mist“, sagt man doch im Volksmund.
     Was können wir als „Otto Normalbürger“ tun, und was kann und darf jeder einzelne Bürger (auch ohne Unterrichtung/Anweisung) tun, um sich und andere zu schützen? Die Möglichkeiten (nicht „Lösung aller Probleme“) findet man z.B. im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), im StGB (Strafgesetzbuch) und in der StPO (Strafprozessordnung): man nennt sie auch „Jedermannrechte“ oder auch Ausnahmerechte.

Nach und nach findet man in der Spalte rechts (unter Genres/Werke) Kurzgeschichten, in denen die Jedermannrechte (Ausnahmerechte) als Erzählungen dargestellt sind. Es sind die großen und die kleinen königlichen Hoheiten, über die wir lesen werden.

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