Aufruf für Lesung #Helfergeschichten Ende 2020 (erledigt!)

>Sie sehen aber bestimmt viel…!<<, wird man als Helferin bzw. als Helfer manchmal angesprochen. Ein vorbeifahrendes Rettungsfahrzeug wird gerne schon mal mit >>Da ist was passiert…!<< kommentiert. Auf die Frage, was denn passiert sein könnte, kommt oft die Antwort >>Weiß ich nicht.<< Aber: es ist etwas passsiert, des steht fest. So ein Auto, das Krach macht, scheint etwas auszulösen. Wie bei Mädchen jeglichen Alters die Phantasien von Prinzessinnen und Einhörnern, so bei Jungs jeglichen Alters das Ergötzen an Helden.

Meine Zeit im Rettungsdienst war recht kurz (1997 bis 2000), jedoch helfe ich gerne auf die Sprünge. Manchmal bekommt man im Leitsystem einen Anruf nach dem Schema “Mein (…) hat Kopfschmerzen”, im Hintergrund ist nichts zu hören, man fährt hin und stellt fest, dass jemand gerade einen Schlaganfall erleidet. Tage, Wochen oder Monate später ruft jemand an, brüllt hysterisch “Aua, aua!” in den Hörer, man beeilt sich, und vor Ort juckt lediglich der Gips. Es gibt also Menschen, die selbst in Extremsituationen noch gefasst sind, als erzählten sie vom letzten Frühstück, manch andere Menschen geraten schnell in Panil. Dabei erfährt man als Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter der Polizeien, der Rettungsdienste, Feuerwehren, der Pflege und medizinischen Berufe, wie auch der Sicherheitsbranche schöne, skurrile und traurige Momente. Man meint immer, man kenne doch alles, weil man so lange dabei ist, aber man gerät immer wieder an seine Grenzen.

Währed dieser Lesung sollen #Helfergeschichten, eben aus der Sicht der Helferinnen und Helfer, erzählt werden. Namen, Adressen und konkrete Handlungen werden dann verfremdet vorgelesen, es soll schließlich niemand auf dem Präsentierteller dagestellt werden. Vorgelesen dann entweder von den Helferinnen und Helfern selbst oder von Autorinnen und Autoren. Bei Planung & Organisation bion ich ganz vorne mit dabei. Was mir fehlt, ist zum einen die Lokalität (Vereinsheim, Bühne, Studio, et cetera), Zuschaerinnen und Zuschauer, Autorinnen und Autoren und natürlich die Geschichten.
Mein Vorschlag ist, dass die Autorinnen, Autoren und ich uns ab Sommer einmal monatlich entweder persönlich treffen, um im Hernst 2020 in einem Gremium gemeinsam entscheiden, welche der eingesandten Geschichten vorgelesen werden. Die Geschichten, die übrig bleiben, sollten wir dann bei Verlagen für eine Anthologie bewerben.

Senden Sie mir, wenn Sie mögen ernst gemeinte Vorschläge an leobuechner@aol.com

In meiner Facebook-Gruppe Helfergeschichten für Lesung Ende 2020  habe ich allen genannten Berufsgruppen jeweils einen Beitrag das jeweilige Berufsbild geschildert.

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