Mörderische Profile – Über Stephan Harborts Bücher

“Opfer (das): n einer kultischen Handlung vollzogene Hingabe von jemandem”
– Zitat aus einem Wörterbuch –

Der Film “Das Schweigen der Lämmer” im Jahr 1991 hat dazu geführt, dass in vielen Ländern der Erde Frauen und Männer eine Bewerbung an die Polizei geschickt haben, nicht um Polizistin bzw. Polizist zu werden. sondern um Profiler zu werden- Es ging also allein um Hannibal Lecter, dem man begegnen wollte. Nicht unbedingt dessen Darsteller, aber doch wenigstens seiner Figur.
Einige Jahre später startete im US-amerikanischen Fernsehen eine über die einzelnen kriminalistischen Abteilungen, die für einen Mordfal individuell erforderlich sind. In jeder dieser Folgen kommentieren auch deutsche Experten den gezeigten Hergang. Ermittelt werden dann zum Beispiel Brandspuren, ballistische Spuren, oder auch psychologische Profile. “Stephan Hatbort – Kriminalist und Autor” wird er oft im Untertitel beschrieben. Er ist häufig zu sehen, wenn jemand mehrere aufeinander folgende Taten im selben Tathergang begangen hat, also mit immer wiederkehrendem Verhaltensmuster (lat.: modus operandi). Gemeint sind also Täter, die beispielsweise Frauen gestalked, sie vergewaltigt, ihnen Wunden zugefügt und Haare oder Kleidung als Trophäen mitgenommen haben.
Dass Harbort expertiert wurde, ist nicht von Ungefähr. Im Jahr 1964 in Düsseldorf geboren hat er nach dem Abitur bei der Polizei eingeschrieben und dort BWL, was er 1993 mit dem Staatsexamen abschgeschlossen hat. Weil ihm die alltägliche Polizeiarbeit mit der Zeit zu langweilig geworden ist, hat er nach einer Nische gesucht, in der sich noch niemand vorgewagt hat. Bis heute hat er etwa 30.000 Seiten an Polizeiberichten, Briefe von Serienmördern, forensischen Gutachten, Gerichtsurteilen gelesen, und den Begriff “Serienmord” auch international mitgeprägt.

Harbort hat die Tathergänge in der Sendung so plausibel erklärt, dass man annehmen könnte, das Profiling sei doch etwas, was Jedermann könne – also gar nichts, was man gar nicht erst erlernen oder studieren müsse.
Das Hannibal-Syndrom war mein erstes seiner Bücher. In den ersten Seiten glaubte ich noch, die Filmfigur erkennen zu können. Einerseits war ich etwas enttäuscht, weil meine Vermutung nicht stimmte, andererseits aber war ich neugierig geworden, neues Terrain zu betreten. Entweder man steigt vorzeitig wieder aus, also klappt das Buch zu – dann aber ist man genauso schlau wie vorher auch. Liest man aber weiter, besteht die Gefahr, dass man etwas lesen muss, was man im Nachhinein nicht lesen wollte.

In Berichten Medien von einem grausamen Verbrechen heißt es manchmal “Der Täter hat alle Opfer über längere Zeit gefoltert und zu Tode gequält”, “Er soll bereits früher Tiere gequält haben” oder “Er stand schon länger im Focus der Ermittler” oder “Er befand sich schon einmal in einer psychiatrischen Einrichtung.” “Wer verdammt tut sowas?”, fragen wir uns. Aber möchten wir es wirklich wissen? Derartige Meldungen stoßen bei vielen Menschen auf Empörung. Man ist sich aufgrund eigener Menschenkenntnis (nd manche auch aufgrund eigener Lebenserfahrungen) ziemlich sicher, über den Täter urteilen zu können. Wenn es dann auch noch heißt “Der Täter hatte eine traurige Kindheit” fällt bei vielen der Deckel. “Jeder hat doch sein Päckchen zu tragen. Soll ich mal anfangen” Bis dato ist oft überhaupt nichts darüber bekannt, weshalb der Täter ausgerechnet diese Person als sein Opfer auserweählt hat. Wieso die geschädigte Person dem Täter überhaupt vertraut hat, und auf welche Art sie ihm vertraut hat. Hat er sie mit Schlägen oder mit Drogen gefügig gemacht? Oder hat sie sich ihm etwa freiweillig hingegeben?
Wenn dann auch noch zu lesen ist, dass der Täter und das Opfer gemeinsam Sex-Parties gefeiert haben, dann sind viele enttäuscht. “Ach so!”…, heißt es dann, “Dann hat sie es doch gewollt!”. Es gibt Situationen, die man erst einschätzen kann, wenn man sie selbst erlebt hat. Beurteilen kann man nie, denn jeder Mensch empfindet anders, obwohl dasselbe erlebt.

Niemand ist daran Schuld, gefoltert und malträtiert zu werden. Niemand gehört irgendwem – per Gesetz nicht, und moralisch auch nicht. Sogenannte mündlich oder schriftlich vereinbarte “Sklavenverträge”, wovon im Internet immer wieder zu lesen ist, verstoßen rechtlich gegen die guten Sitten. Bei uns sind Leben, körperliche Unversehrtheit und Freiheit die höchsten Rechtsgüter. Danach folgen Ehre und Eigentum.

Wieso eigentlich immer der Klassiker, in dem ein Mann einer Frau etwas antut? Sind Frauen etwa zum Töten nicht imstande? Sind Frauen zum Foltern nicht imstande? Was ist mit den Fällen, in denen Frauen foltern und töten, psychisch wie physisch? Dass Frauen eher die “Giftmischerin” sind und Männer eine vermehrte körperliche Gewalt aufweisen, ist wohl der Klassiker schlechthin. Ausnahmen gibt es immer und überall.

Im Dunkeln ist es nur solange dunkel, bis jemand das Licht anmacht – genau das tut Harbort. In seinem mehr als 20 Büchern, Hausarbeiten und Referaten nimmt er uns mit, auf die Reise in die Seele von Serienmördern und in die Seele der Geschädigten, aber auch in die Gedanken der Profiler. Er zitiert aus den Briefen und all den ihm zur Verfügung stehenden Unterlagen. Nicht alles, aber das, was da steht, ist so gesagt oder geschrieben worden. Alles andere wäre Augenwischerei. Namen verfremdet er, denn es geht ihm um das mörderische Profil, und wie es zu den Taten kommen konnte. Gleiches gilt für das Ansehen der Geschädigten und ihren Angehörigen. Er beschreibt die Tatorte, das erlaubt ihm die künstlerische Freiheit. Die Fälle, die er erläutert, sind alle real gewesen.
In manchen der etwa ein Dutzend Kriminalsendungen, in denen er inzwischen Gastredner und Profiler gewesen ist, hat er auch ausschließlich mit den zurückgebliebenen Gefährtinnen von Serienmördern gesprochen. Was vermag wohl eine Frau zu denken und zu fühlen, wenn der Mann, den sie einst geliebt, und mit dem sie über Jahre Haus, Hof, und Tisch und Bett geteilt hat, andere Menschen zu Tode gequält hat? Wie erträgt man die teils überflüssigen Bemerkungen von außen und auch aus den einst nahen Umfeld, wie etwa “Das hätte ich dir vor 20 Jahren sagen können. Aber du warst ja blind!” Und wieso eigentlich kann ein Mensch so blind sein? Wo hätte man bzw. Frau etwas merken können oder müssen?

Ein Psychopath besitzt insofern Einfühlungsvermögen, als dass er sich gedanklich in seine Opfer heinversetzen kann, um deren Vertrauen zu erschleichen, um ihnen zu Zeitpunkten, die er bestimmt, weh tun und sie ggf. töten kann. Empathie, das emotionale Verständnis, sucht man bei den meisten Psychopathen vergebens – es fehlt der Nutzen. Es gibt Psychopathen, denen man sogar als angenehme, flüchtige Bekanntschaft während eines Kneipenbesuchs begegnet. Manche Psychopathen sind auch in Führungsetwagen namhafter Firmen zu finden. Ein Soziopath besitzt noch nicht einmal diese Gabe. Ihm ist es egal, was sein Opfer, die geschädigte Person, empfindet.
Auch wir, wenn wir etwas neues hören, suchen nach etwas vergleichbarem, und wie auch wir auf Erfolgserlebnisse stolz sind und irgendwann der graue Alltag einkehrt, sind auch Serienmölrder gedanklich wie emotional stolz auf ihre außergewöhnlichen Taten. Nur mit dem bitteren Nachgeschmack, dass Mörder und Serienmörder ihre Taten nicht mit anderen teilen können. Und dennoch suchen viele Serienmörder ein offenes Ohr, in der Hoffnung auf Verständnid. Das habe ich Harborts Büchern entnommen.

Killerfrauen oder Der klare Blick heißen die Bücher, die ich bisher gelesen und rezensiert habe, Ich musste sie kaputt machen war für mich das bisher emotional schwierigste. Darin geht es um einen Mann, der in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist, mit seinen Eltern und seinen 5 Geschwistern in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Er, Joachim Kroll, wurde stets klein gehalten, von seinen Eltern und seinen Geschwistern ausgelacht, als Versager betitelt. Sexualität war für ihn insofern selbstverständlich, dass man nicht darüber redet, sondern “es” einfach macht – aufgeklärt wurde er ja nie. Kurzum: er ging früh von zu Hause weg, fand auch als Erwachsener immer nur Arbeiten als Helfer, hatte bei Mädels und Frauen ebenso wenig Erfolg, büchste oft aus, war viel auf der Flucht, und sein jüngstes und sein ältestes Opfer waren fünf und 64 Jahre alt. Es sollte die Leserinnen und Leser ermutigen, dass auch die Ermittler trotz Teamarbeiten zwischen den Interviews Atempausen benötigten.
Meine Rezensionen von Harborts Büchern in meinem Account in lovelybooks.de. Blut schweigt niemals wird mein nächstes Buch zum Rezensieren sein, dafür habe ich kürzlich Harborts gleichnamige Lesung besucht. Eventuell werde ich nach dem übernächsten Buch eine Art “Jubiäumsrezension” bekannt geben, also eine Rezension für mehrere Bücher gleichzeitig.

Harborts Bücher sind unter anderem in Amazon erhältlich. Seine Webseite lautet www.der-serienmoerder.de.

Copyright © www.leobuechner.de

Beitrag teilen

Von Schall und Rauch zum Nichtraucher

Wie würden Sie es denn beschreiben, wenn man während der Arbeit beim Chef oder bei den Kollegen eine Zigarettenpause ankündigt, aber vor lauter Stress direkt nach dem Ausdrücken direkt die nächste Zigarette hinterherqualm, weil man rauchen muss, weil man sonst aggressiv wird.
Doch, das hat schon was von Kettenrauchen, von “in Ketten rauchen“: es ist eine Art Freiheitsberaubung, in Ketten, gefesselt, süchtig nach dem Nikotin, das die Nerven beruhigt. Abhängig. Ausgeliefert. Das Nikotin bestimmt den Tagesablauf mit.
Die Tabakpflanze selbst riecht etwas streng. Es sind das Kondensat und der Teer, also die Schadstoffe, die so stinken. Der Mundraum, die Kleidung, die Finger, der Aschenbecher. Auch Außenraucherbereiche stinken nach kaltem Rauch. Der innere Bereich sowieso: die Tapete, die Möbel. Irgendwann nimmt man es selber gar nicht mehr so wahr. Höchstens dann, wenn man von draußen rein kommt, dann stinkt es sogar. Jeder kennt es von früher, noch aus den 1990er Jahren, die Bude zugequalmt, längst kein Mensch mehr da, der kalte Rauch hat sich seinen Weg gebahnt und verweilt standhaft. Es haut einen um, wenn man rein kommt.

>>Komm mit, ich zeig` dir was.<< Während wir den Weg entlang gingen, drehte er eine Zigarette mit "Blättchen", so die Bezeichnung unter Rauchern fürs Zigarettenpapier. Na und?! Geübt hatte ich das Rauchen schon öfter. Bereits als Kleinkind zerbrach ich eine Salzstange in der Nähe eines der Enden, das kurze Stück nannte ich Feuerzeug, das lange Stück die Zigarette - natürlich alles nur gespielt. Aber nun hatte ich endlich Kontakte zu den Großen, wie ich die maximal fünf Jahre älteren Piefkes damals nannte. Anfangs ließen sie mich ja noch mitrauchen, nachdem meine 70 Mark Taschengeld (wären heute 35 Euro) aufgebraucht waren. Aber “Von dem eine, und von dem eine... Wird schon passen, wir sind ja Freunde.“, dachte ich. Es verging aber nicht viel Zeit, bis die echten Freunde mich zur Ordnung riefen und sagten >>Wenn du rauchen willst, musst du selber kaufen. Oder deine Zigaretten eben drehen, das müssen wir auch.<< War in dem Moment schon Scheiße. Aber sie hatten recht. “Wird schon werden.“; redete ich mir immer wieder ein... Zu wissen, dass eine Packung Tabak fünfmarkfünfzig kostete, und dies auch zu verinnerlichen, das sind zei Paar Schuhe, das musste ich auch erst lernen.

Schulsachen wurden genauso zu Hause aus der Haushaltskasse gekauft wie Lebensmittel. Kleidung natürlich auch, aber es war nicht immer das dabei, was einem gefiel. Selbstverständlich hatte ein Jugendlicher damals auch Ausgaben.
Eine Packung Tabak kostete damals fünfmarkfünfzig, je nach Sorte, manche `ne Mark billiger. Ein paar Doc Martens, diese Schuhe waren damals voll im Trend, kosteten ab achtzig Mark bis teilweise hundertdreißig Mark. Eine “BRAVO“ wenn ich mich recht entsinne `ne Mark 80. Eine Single-Schallplatte (war ein Tonträger mit 2 Liedern drauf, der aus Vinyl bestand) fünfmarkneunzig, eine Maxi-Single-Platte (mit 3 Liedern) 14 Mark 80, und eine Langspielplatte (ein Album) je nach Plattenfirma 24 Mark 95, und eine Doppel-LP etwa 34 Mark 95. Eine Konzertkarte einer relativ unbekannten Band kostete etwa als Stehplatzkarte 15 Mark, die Karten eines Stehplatzes von namhaften Bands kosteten zwischen 80 und 140 Mark. Je nach Ruf der Band in den Medien konnte man sich die Karte noch nicht mal erschleichen, die Eltern hätten es erfahren.
Kein Konzert ohne Alk: die von uns genannte “Punkerpisse“ im Supermarkt gab`s in der 0,33er Dose für 40 Pfennige (0,40 D-Mark), die 0,5-liter-Dose für 79 Pfennige. Eine Flache Cola gab`s damals für ´ne Mark im Geschäft, ´ne Flache Korn für rund 7 Matk im Geschäft und eine Flasche Jack Daniels im Geschäft rund 35 Mark.
Zu Beginn der Pubertät hatte man – wie heute kein auch – eigenes Gehalt, man verdiente sich z.B. durch Zeitungen austragen etwa 160 Mark dazu. Die Fast-Erwachsenen bekamen Gehalt aus der Lehre.
Es wäre ungerecht, nur Euro-Preise um die Ohren zu hauen. Um eine kleine Exkursion als Vergleich zu den Kosten in Prozent von heute kommen wir nicht herum. Fairerweise muss man sagen, dass man sich als Single mit einem Gehalt von 1.600 Mark mit Fixkosten inklusive Wohnung, Strom und Heizung und sonstigen Ausgaben für den alltäglichen Bedarf einigermaßen über Wasser halten konnte. Manchmal war auch ein Auto drin – das hing dann von der Miete ab, und von kleineren, gelegentlichen Nebentätigkeiten. Seit Einführung des Euro wurden die Löhne von Beginn an halbiert und nach und nach leicht erhöht, sodass im sich im direkten Vergleich etwas getan hat. Allerdings sind viele Preise von heute drei mal so hoch wie zu D-Mark-Zeiten, manche Preise sogar vier mal so hoch.

Meine 70 Mark Taschengeld waren jedenfalls schnell aufgebraucht. Manche Kollegen hatten damals 200 Mark Taschengeld zur Verfügung, plus die Einnahmen von kleineren Geschäften unter der Hand. Als 13-jähriger konnte man weniger reißen – wenn man jemandem etwas geholfen hatte und dafür nach etwa drei Stunden 50 Mark bekam, war das viel Geld, man konnte sich schließlich etwas davon leisten. Die damaligen Zigarettenautomaten waren längst nicht mit Ausweiskontrolle ausgestattet, sondern hatten einen Geldschlitz, den man versperren und das Geld der anderen fischen konnte, und sie standen auf U-Schienen, die lediglich im Boden einzementiert worden waren. Mein Gott, ich bin nie erwischt worden, und ich war 13. „Wenn die Zigaretten mal 5 Mark kosten sollten…“, verkundeten wir damals, „…, dann hören wir auf.“
Die Summe des Preises ist heute in der Höhe, wie sie damals auch war: nämlich bei 6,50. Also alles wie gehabt? Nein. Viele aus der untersten Arbeiterschicht verdienen heute nicht in der Summe 1.600, wie damals in D-Mark, sondern teilweise 1.300 Euro. Der Europreis von 6,50 beträgt in D-Mark aber (mit 1,95583 multipliziert) allerdings gerundet 12,71 D-Mark, also weit mehr als die damalige ausgesprochene Schmerzgrenze von fünf Mark. Der damalige Zigarettenpreis von vier Mark ist also verdreifacht.
Die Moral dieser kleinen Preis-Exkursion? Wir motzen und motzen und motzen…, für Änderungen sind wir auch bereit, sollen die anderen ruhig mal damit anfangen. Anscheinend fühlen wir uns bestätigt, wenn ein Produkt etwas kostet. Mögliche gesundheitliche Folgen werden beschönigt, man könne ja auch durch viele andere Einflüsse sterben. Dass das Passivrauchen sowieso viel schlimmer ist, wissen wir, dass wir eben mit unserem Kettentauchen anderen das Passivrauchen zumuten, verdrängen wir, die Kippen helfen uns ja dabei, weil sie die Nerven beruhigen, Probleme verschwinden lassen.

Im Alter von 16 Jahren lag ich wegen einer Lungenentzündung richtig flach. Weil mir noch nicht mal mehr die Zigaretten schmeckten, fragte ich mich damals ernsthaft, ob sich so etwa das Lebensende anfühlt. Nach mehr als zwei Wochen Krankheit und Nichtrauchen besuchte ich geschwächt eine Kneipe, in der ich bis dato ein paar Male gewesen war. Wir standen mit ein paar Mann am runden Tisch. Irgendwann fiel mir auf, dass auf meiner Seite nur mein Glas stand, die Plätze der anderen waren voller, Scheinbar instinktiv zum Zigarettenautomat. Wie mir ein paar Tage später erst auffiel war das eine meiner folgeschwersten Entschlüsse, schließlich war ich wieder Raucher, gehörte wieder dazu. Dabei fühlte sich das Inhalieren des blauen Dunstes doch so cool an, der Ausdruck “die Zigarette danach“ (nach vielem) hatte somit mehrere Bedeutungen.

Mit den Jahren stiegen bereits die D-Mark-Preise, auch für Zigaretten. Gleich nach Einführung des Euro im Januar 2001 gab es im Discounter Cigarillos: 17 Stück für 1,25 Euro. Toll, wenn die Sucht preislich auch als Hobby bezeichnet werden kann. Selbst bei derzeit 2,50 Euro pro Packung und 100 Euro pro Monat ist man noch wesentlich günstiger dran als bei Zigaretten. Mir hätte die ersten Jahre lang niemand weiß machen können, dass diese Dinger noch schädlicher als Zigaretten sind und noch abhängiger machen oder dass sich mit den Jahren die Zähne dunkler färben. Dass die Finger, die Kleidung, die Wohnung und die Möbel von den Dingern noch mehr stinken als von Zigaretten.
Mit dem Gedanken “Scheiße. Keine Kippen mehr, aber Kiosk zu.“ auf zur nächsten Tankstelle. Nachts. Feuerzeug leer? Kein Problem, wenn man einen Toaster parat hat und die Cigarillo an den Glühstäben im Inneren anmachen kann. Und dann? Schmeckt die Fluppe erst richtig gut, immerhin ist diese Fluppe dann verdient, man hat körperlichen Aufwand investiert.

„Raucher sind asozial“, sagen manche Nichtraucher. Nun möchte ich nicht darüber philosophieren, wer mehr als andere gesellschaftliche Normen verweigert. Aufgefallen sind mir in den letzten Jahren zum Teil tätowierte Typen mit externer Festplatte am Mund und einer Rauchwolke, die einer Dampflokomotive entwichen sein könnte. Manche dieser Gerätebesitzer pusten den ausgeatmeten Qualm wenigstens nach oben aus. Aber manch andere pusten gerade dann aus, wenn jemand vorbei geht, sodass diese Person sich wie neben einer Nebelmaschine in einer Discothek vorkommen muss. Als „Meine Dampfe“ bezeichnen manche ihr Rauchgerät.
Weil ich selber einmal als aktiver Cigarilloraucher an der Bahnhaltesteller von einer Frau beschimpft worden war, weil ich in dem Moment ausgepustet hattee, in dem sie an mir vorbei ging,, habe ich mich im Laufe der Zeit bei manchen Geräterauchern erkundigt. Alle haben mir auf meine Frage nach den monatlichen Ausgaben versichert, dass sie monatlich mit 20 bis 30 Euro auskommen. >>Aber als Selbstwickler<<, haben viele mir gesagt. Sie zeigten mir aber auch eine ölige Flüssigkeit, also mit Zigarettendrehen, wie ich es bis dato kannte, hat das Selbstwickeln nichts zu tun.

In unserem Ort gibt es auch so ein Geschäft für “Aromen, Liquids & Zubehör“, wie am Schaufenster steht. Nachdem ich ja mit einigen dieser Geräterauchern gesprochen hatte, wollte ich es wissen, wollte die Unterschiede zwischen dem gewohnten Zigaretten- und Cigarillos und den E-Zigaretten kennen lernen. Natürlich hatte ich für mich im Stillen den Vorwand, dass die E-Zigarette nur eine Problemverschiebung, und deshalb Geldmacherei sei. Ich offenbarte dem Verkäufer, dass ich nach 32 Jahren das Rauchen aufgeben wolle, und war gespannt wie ein Flitzebogen, was er mir denn nun andrehen wolle, weil: verkaufen wollen alle. Zu meiner Überraschung hat er sich aber erstaunlich viel Zeit für mich genommen, zeigte mir, was es mit Akkuträger, Verdampferkopf, Coil, Watte, Wattzahl, den unterschiedlichen Liquids auf sich hat, ich durfte auch an einem Ausstellungsverdampfer auf Probe dampfen. Und was ein Selbstwickler ist, weiß ich nun auch, und das Geheimnis um die riesige Dampfwolke kenne ich nun. Mit Akkuträger, einer Packung Coils, Akku, Verdampferkopf, und Liquid mit 12 mg Nikotin für die nächsten Tage ausgestattet, und etwa 95 Euro weniger, habe ich den Laden verlassen.
Die ersten Geh- bzw. Rauchversuche waren schon eigenartig. Ständig das Liquid auffüllen – eine Zigarette zündet man einfach an, und gut ist. Wenn man rauchen bzw. Dampfen will, muss man sowohl beim sprichwörtlichen Anmachen als auch beim Ausmachen mehrfach den Feuerknopf drücken. Die Zigarette benötigt keinen Feuerknopf – dafür kann man auch bei starkem Wind elektrisch rauchen, und das ohne herumfliegende Glut. Viele Zigarettenraucher haben den Tick, während einer Beschäftigung eine Zigarette anzuzünden, nur um ein paar Züge zu erhaschen, damit der Rest der Zigarette schließlich vor sich hin verqualmt (dann aber beschweren, dass alles so teuer geworden ist). Eine Dampfe geht nach Sekunden in den Stand-By-Modus.
Nach 2-3 Monaten hatten sich meine monatlichen Kosten für das Liquid auf 60 Euro eingepegelt – immerhin schon mal 40 Euro weniger als vorher die Cigarillos. Hier einen Akku unterwegs verloren (10 Euro im Geschäft) und da beim Aufstehen die komplette Dampfe zu Boden geworfen, da fallen dann auch schon mal Extrakosten an. Bei dem einen dauert es länger, bis man sich komplett umgestellt hat, beim anderen weniger. Aber selbst nach Monaten merkt man die Unterschiede, wenn beim ersten Fensterputzen nach der Rauchumstellung das Wasser heller als gewohnt ist. Und irgendwann kommt ein Tag, an dem das Liquid aufgebraucht ist oder entweder die Watte in der Coil wegen falscher Behandlung vorzeitig durchgebrannt ist oder aufgebraucht. Und dann? An der Tanke gibt`s kein Liquid. „Kann ich dir `ne Kippe abkaufen? Der Kiosk hat noch zu.<<, kommt einem ziemlich bekannt vor. Und das war`s dann mit der Umstellung, also doch wieder zu alten Gewohnheiten. Scheiß Sucht.

Ich möchte mir nicht anmaßen, jemandem den Lebensweg vorzuschreiben. Auch möchte ich nicht sagen „Mach`s wie ich!“ Ich kann nur von meiner Seite aus sagen, dass viel Gewohnheit hinter dem ganzen steckt. Mit den Monaten habe ich Liquid mit immer geringeren Nikotindosierungen gekauft, mein jetziges Liquid beinhaltet seit Monaten null Prozent Nikotin. Außerdem dampfe ich nicht mehr 40 kleine Fläschchen pro Monat, sondern komme mit 10 ml etwa 3 Wochen lang aus, zusätzlich zur Base. (reines Aroma kann man nicht dampfen). Manchmal dampfe ich 1 bis 2 Stunden am Stück, ausschließlich wegen des Geschmacks, und manchmal dampfe ich einen halben Tag lang gar nicht, ich kann es mir aussuchen, bin Herr über mich selbst, und meine monatlichen Kosten liegen bei etwa 12 Euro (kein Tippfehler).
Es gibt Dampfer, die mehrere Dampfen besitzen und in jedem Gerät eine individuelle Geschmacksrichtung dampfen, und zusätzlich ein halbes Dutzend Akkus mit sich rumschleppen. Das muss alles jeder/r für sich selbst entscheiden können. Die riesige Dampfwolke hat mit der Höhe der Wattzahl zu tun, die meisten Dampfer dampfen ab 60 Watt aufwärts.
Wie man nach der Umstellung zum Dampfen beim Fensterputzen keine Rückstände mehr findet, so profitiert auch die eigene Lunge davon. Nicht nur dass das Nikotin fehlt, sondern auch die Schadstoffe wie Teer und Kondensat sind ja auch nicht mehr da. also bräuchten mir Anhänger von #FFF keine Vorwürfe wegen vermeintlichem CO2-Austoß zu machen. Nach 32 Jahren kann ich etwas von mir behaupten, was ich noch vor einem Jahr nicht geglaubt hätte, dass ich es mal sagen dürfte: ich rauche nicht mehr.

Nicht nur, weil Nikotin, Kondensat und Teer schädlich sind und tödlich sein können, habe ich dieses Thema zu einem der Mord(s)themen meiner Webseite gemacht. Sondern weil für manche Raucher der Ausdruck „Für eine gute Zigarette würde ich jetzt jemand umbringen!“ mehr als nur eine Floskel ist.

Das ganze in Kurzform? Ich sag`s mal so: DANKE an http://www.hp-vaporstore.de/

Copyright © www.leobuechner.de

Copyright © www.leobuechner.de
Aperture: 2Camera: DUB-LX1Iso: 466Orientation: 1
Beitrag teilen

Klick, und weg bist du!

Ein Beitrag über #KünstlicheIntelligenz, deren Folgen und über unser Online-Verhalten.

In Filmen gibt es sie längst. Halb Mensch, halb Roboter: Cyborgs. Und hinsichtlich der heutigen operativen Möglichkeiten sieht es auch so aus, als wolle man den Fortschritt in jeder Hinsicht erst gar nicht aufhalten wollen.Wo doch das Internet bereits die vorhergesagt Zukunft der Gegenwart ist: was wird aus uns? Welche Rolle spielen wir eigentlich noch? Werden wir überhaupt noch benötigt?

Um ehrlich zu sein: wir möchten auf den technologischen Fortschrit doch nicht wirklich verzichten. Ohne diesen gäbe es zum Beispiel keine Sensoren, also keine Bewegungsmelder, und dadurch ginge nicht von selbst das Licht an, Rolltreppen müssten per Hand gesteuert werden. Auch “intelligente Rechenmaschinen”, also Taschenrechner, gäbe es dann nicht. Smartphones, also “intelligente Telefone” auch nicht. Alexa? Fehlanzeige!
Unter “intelligent” versteht die Evolutionsforschung, dass man sich etwas merken kann, also speichern. Sogenannte “intelligente Chipkarten”, wir nutzen sie alle seit Jahrzehnten, sind in der Lage, Daten über uns zu speichern, die dann jederzeit aktualisiert (updated) werden können, zum Beispiel die Krankenversiuchertenkarte und die Bankkarte. Und wenn man nun aus eigener Kraft das eine mit etwas anderem kombinieren kann, beispielsweise 2+2=4…, ist das dann schon “psychopathische Veranlagung”? Warum eigentlich verlassen wir uns fahrlässig auf Maschinen?
Und vor allem: was, wenn die Maschinen plötzlich mehr über uns wissen als wir selbst? Geht das überhaupt?

Nun…, viele von uns kennen sicher das Programm Excel, das man automatisch im Office-Paket von Windows erwirbt. Und einige von uns haben sicher schon mal damit gearbeitet. In diesem Programm gibt es eine “Wenn-Dann-Funktion”. Wie der Name schon sagt, kann man (und muss man in diesem Fall) selbst vorgeben: wenn nicht so, dann eben die Alternative – welkche man dann dem Programm benennen muss. Das Programm weiß aber dann ab jetzt, dass es auch in Zukunft die andere Variante einsetzen muss. Nach diesem Prinzip hat mal jemand vor vielen Jahren mittels dieses Programms auf sehr mühsame Weise ein Schachspiel geschrieben.
Eine erweiterte Variante ist natürlich die, dass ein Helferlein einen Menschen glücklich machen kann, noch bevor dieser überhaupt vor Ort ist. Hier ist dann von Wahrscheinlichkeitsberechnung die Rede. Geldspielautomaten funktionieren mit dieser Wahrscheinlichkeitsberechnung: selbstverständlich wissen die, welche Walze kommen muss, damit man drei gleiche Symbole oder Sonstiges zusammen hat, was laut Regeln zusammengehören soll. Für den Betreiber wäre es sicher unwirtschaftlich, würde die Maschine ständig Geld ausspucken.

Auf dem Prinzip der Wahrscheinlichkeit basieren aber auch virtuelle Roboter. Diese werden mittels einer komplizierten Zahlen- und Zeichenkombination generiert, die je nach Programmiersprache variiert. Deren Funktion ist es, Daten über unser virtuelles Verhalten zu sammeln. Beispielsweise beim Online-Einkauf: “Sie haben eine Kaffeemaschine gekauft. Dann dürfte Sie auch Kaffeefilterpapier und Kaffeepulver interessieren”. Es kann in diesem Fall also nicht bestimmt werden, dass sie die weiteren Produkte tatsächlich benötigen.
Selbstverständlich kann man auch elektronische Lagersysteme so weit mit Daten füttern, dass sie – nach Eingabe der Umsätze und Absätze – wissen, zu welchem Zeitpunkt das Produkt ausverkauft sein wird, und sind sogar in der Lage, selbstständig eine Bestellung an den Großhändler raus zu geben. Im EAN-Code (Europäische Artikelnummerierung, wir kennen diesen auch unter dem Namen Strich-Code), die wir auf allen Produkten finden, sind unter anderem diese Daten gespeichert. Dieser Code verrät dem Einzelhändler zum Beispiel auch, ob dieses Produkt überhaupt seinenm Sortiument entspricht. Und an der Kasse folgt dann sozusagen “Die Sekunde der Wahrheit”.
Online-Roboter werden abgekürtzt “Bots” genannt, von der englischsprachigen Bezeichnung robot stammend. Auch solche sind darauf programmiert, über unser virtuelles Verhalten Daten zu sammeln, also nicht nur beim Einkaufen im Internet. Sämtliche Suchmaschinen (Googe, Bing, Alexa etc.) bedienen sich einen sogenannten Webcrawlers. Webcrawler durchforsten sämtliche Internetseiten nach Inhalten und pinnen diese quasi gemeinsam mit anderen Webseiten an eine Art Pinnwand. Heraus kommt dann eine Suchmaschine für einen bestimmten Wirtschaftszeig, sagen wir mal “Handwerker gesucht”: zu finden sind dann dutzende oder hunderte Internetseiten von Handwerkern jeglicher Art, die nach Eingabe konkreter Suchbegriffe komprimiert werden. Ähnlich wie früher das Branchenbuch “Gelbe Seiten”, nur dass darin keine Preise und Konditionen enthalten waren. Jeder Betreiber einer Webseite kann den Webcrawlern einer Suchmaschine mittels der Datei robots.txt das Crawlen entweder komplett verbieten oder nur in bestimmten Bereichen der Webseite erlauben.
Dann gibt es auch virtuelle Roboter (Bots), die unsere Profile in Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram & Co. ausspionieren und kopieren. Selbstverständlich generieren auch diese Bots sich nicht selbst, sondern diese werden täglich weltweit hundertfach generiert, um sich entweder durch Hacking (Knacken der Zugangsdaten des jeweiligen Internetprofils) mit fremden Federn zu schmücken oder gar, um der Person, der das entsprechende Internetprofil gehört, erheblichen persönlichen- und/oder wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, Mobbing, Stalking (Nachstellung), jegliche Beeinträchtigung der Privatspäre bis hin zu Selbstverstümmelung, Suizid und Auftragsmord…, all das ist in der Vergangenheit schon oft vorgekommen. Oder auch das Ausspähen von persönlichen Daten und Geschäftsgeheimnisse.
In sogenannten “Hacker-Foren”, also Internetforen für das Hacken von Computern und Internetprofilen, geben manche Hacker mit ihren (Un-)Taten an. Es soll, so die Aussage einiger Internetnutzer, auch gute Hacker und böse Hacker geben: gute Hacker zeigen einem meines Wissensstandes nach nur die Lücken auf, ohne dabei Schaden anzurichten. Böse Hacker sind in der Lage, ganze Webseiten lam zu legen – und nutzen ihre kriminellen Energien auch.

Gibt es dafür eigentlich einen rechtsfreien Raum? Ist alles erlaubt? “Wo kein Kläger, da kein Richter” wäre vielleicht die beste Antwort darauf. In jedem Land der Erde (insgesamt gibt es 189 Nationalitäten) herrschen andere Gesetze. Zwar gelten auch in anderen Ländern sowas wie “Grundgesetze” oder Grundverordnungen. Allerdings sind in manchen Ländern Polizeistationen so dünn besiedelt, dass man bestenfalls einen Dorf-Sheriff antrifft, der mit den Ältesten und Reichsten des Dorfes befreundet ist, wodurch die Straftat erst gar nicht vor Gericht landet.
Ohne irgendwem Unrecht zu tun: es gibt nun mal keine einheitlichen Gesetze in allen Ländern. Rechtswirksam ist ein Unternehmen dort, wo sich der Firmensitz befindet, für Internetfirmen heißt das dort, wo das Rechenzentrum steht, in welchem sich widerum der Server mit der IP-Adresse befindet.
Während man bei uns in Deutschland wegen § 185 Strafgesetzbuch (StGB) Anzeige wegen Beleidigung erstatten kann, erscheinen in anderen Ländern Ausrufe wie “F*** you!” (F*** dich!”) gar nicht erst vor Gericht, weil sie dort als freie Meinungsäußerung gelten. Es ist nicht überall alles erlaubt. Es wird nur nicht überall alles rechtlich verfolgt. Menschenwürde und Persönlichkeitsrechte werden in manchen Ländern ganz klein geschrieben.

Nur angenommen, ein programmierter Staubsauger wäre(!) auf eine Art “Bösartigkeitsmodus” einzustellen, sodass dieser zu spinnen beginne, bräuchte man einfach nur entweder die Batterie rausnehmen oder die gesamte Elektrik lahm legen, beispielsweise durch einen Kurzschluss. Im Internet ist das nun nicht so einfach. Denn die Datenautobahn des Internets führt nicht nur in zwei Richtungen, nämlich hin und zurück, sondern das Internet ist ein gesamtes Netzwerk. Würde man sich zu hundert Prozent vor Viren und Keimen schutzen wollen, dürfte man sich für den Rest des Lebens nicht mehr im öffentlichen Verkehr bewegen. Sie ahnen es bestimmt: wie könnte man den Computer vor Zugriffen von außen schützen…? Selbst ein Speichermedium, mit dem man in einem Internet-Cafè im Netz unterwegs gewesen ist, ist quasi “kontaminiert”, denn bei jedem Besuch im Netz gibt es einen Datenupload und einen Datendownload.
Nur weil eine x-beliebige Internetseite mit “.de” endet, muss das nicht automatisch heißen, dass sich der dazugehörige Server in Deutschland befindet. Man kann Risiken minimieren, indem man sich vor Zustimmung der Cookies die dafür erforderlichen Hinweise durchliest – so lässt sich überprüfen, welche Daten beim Besuch der Webseite gespeichert werden. Und in Seiten, in denen man sich registrieren möchte oder registrieren “muss”, weil man gewisse Sachen erst nach Registrierung lesen kann, lohnt ein Besuch des Impressums, denn bei Firmen steht dort außer der Geschäftsadresse der Eintrag ins Handelsregister. Es MÜSSEN Kontaktmöglichkeiten wie E-Mail-Adresse und/oder Telefonnummer vorhanden sein, man hat schließlich das Recht, im Falle von Unsicherheit Fragen zu stellen. Allerdings steht in vielen Internetseiten eine “info@blabla.de”-Adresse, die in den meisten Fällen nie abgerufen wird, das ist dann manchmal sehr ärgerlich.
Auch manche Online-Bewertungsportale “betrügen” ihre Leser, indem sich dort Bekannte oder hauseigene Mitarbeiter registrieren, um mit verschiedenen Namen nur Positives zu schreiben, damit die Gesamtbewertung möglichst hoch bleibt. Grundsätzlich kostet der persönliche Kontakt an den Betreiber der gewünschten Webseite eine freundliche E-Mail, und weniger Zeit, als sich in anderen Seiten mit Kommentaren und Gegenkommentaren rum zu ärgern.

Doch, ich bekenne, dass ich im Februar 2019 bei den Demonstrationen #GegenUploadFilter in Köln mitmarschiert bin, “Wir sind keine Bots!”, lautete einer unserer Schlachtrufe. Mit Verlaub: es sind unsere Werke, die wir als Schreiberlinge/Autoren/Künstler jeglicher Art ins Netz stellen – sofern wir sie selbst erstellt haben oder mit Kopier- und Nutzungsrechten (Copyright) entwendet haben. Wie wir oben gelernt haben, funktionieren Bots nach dem Zufallsprinzip, sie erkennen also die Zusammenhänge nicht, sondern springen auf das an, wonach sie programmiert worden sind. Schreibt man also in irgend einem Text “…, und dann bin ich nach rechts abgebogen”, ist es rein theoretisch möglich, dass man nur wegen dem “bösen Wörtchen” die Polizei vor der Tür stehen hat. Auch diese Uploadfilter sind also Bots, die von den Seitenbetreibern programmiert und veröffentlicht werden, um nach bestimmten Informationen suchen und/oder bestimmte Wörter oder Textpassagen zu streichen. Aber genau das verfälscht die Aussage, gibt den Text in einem komplett falschen Kontext wieder. Deshalb: #wirsindkeinebots!.

Man kann übrigens in sozialen Netzwerken – in den meisten, wohl bemerkt – einstellen, ob der Beitrag für die gesamte Öffentlichkeit bestimmt ist oder nur für Freunde. Man kann auch dort im Nachrichtensystem eine Gruppe gründen, sodass dieselbe private Nachricht an verschiedene Personen gleichzeitig geschickt wird. Man muss also nicht alles öffentlich von sich preis geben. Auch nicht mit dem Status “Person des öffentlichen Lebens”.

Copyright © www.leobuechner.de

Beitrag teilen

Aus jeder Form einer Gemeinschaft kann (Rassen-)Wahnsinn entstehen

Reich und Arm, Liebe und Hass, Toleranz und Intoleranz…, sind alles Gegensätze, und jeder Mensch ist davon überzeugt, zu wissen, wie es geht: wie Essen und Trinken eben, ist doch ganz einfach. Gibt es ein sogenanntes “Mittelding“ von allem oder eben ein gesundes Mittelmaß? Das wäre zum Beispiel bei der Hass-Liebe der Fall. Doch Vorsicht ist geboten, wenn Gegensätze sich anziehen können, kann es unter Umständen gefährlich für andere werden, denn die Hass-Liebe findet man unter anderem bei gespaltenen Persönlichkeiten, also bei Menschen, denen in der Vergangenheit etwas Schreckliches, Unmenschliches widerfahren ist, Schizophrenie kann eine Folge davon sein.
Und wie definiert man das auf das Mittelmaß bezogene “gesund“? Auch dafür gibt es kein Patentrezept.

Wie definiert man das Wort “Flucht“ seiner Bedeutung gerecht am sinnvollsten? Zwei Drittel aller Länder sind Länder der Dritten Welt, und weltweit sind 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Für die Statistiker unter uns: es gibt 189 Nationen – wenn wir auf 180 Nationen abrunden, sind es nach Adam Riese 120 Länder Dritte-Welt-Länder. Nicht alle Menschen flüchten wegen Hunger, Tod und Vergewaltigung. Insbesondere diejenigen, die aus wirtschaftlichen Gründen flüchten, interessieren sich gar nicht für Sitten und Kultur anderer Länder, sondern wollen nur schnelles Geld verdienen und dann wieder nach Hause. Manch andere fühlen sich von Sitten und Gebräuchen beeinträchtigt oder vom dauerhaft schlechten Wetter.

Beim Aufarbeiten der gesamten Evolutionsgeschichte wird man immer wieder Hass, Neid, Kriege, Hunger, Bitterkeit, Armut, und mangelndem Respekt begegnen. Und das sind noch nicht mal Erfindungen der Menschheit, sondern genau diese Eigenschaften werden seit Existenz der Menschheit in schlimmerer Form ausgelebt. Aber Mobbing und Stalking zum Beispiel findet man auch im Tierreich.

Man muss nicht in der gesamten Evolutionsgeschichte herumreisen, um den Sinn von Anfang und Ende, und zu verstehen. Nach jedem Gewitter scheint wieder die Sonne, nach jedem Winter folgen Frühling und Sommer, dann der Herbst, bis es wieder Winter ist. Es war alles schon mal da, und es kam alles irgendwann auch wieder, nur eben in veränderter Form.
Ob der Klimawandel nun allein auf Kräften der Physik beruht oder ob er ein Produkt von uns selbst ist, sei dahingestellt. Vielmehr sollte sich jeder einzelne von uns fragen, weshalb wir dazu neigen, im Umgang mit unseren Mitmenschen wie im Umgang mit uns selbst immer wieder dieselben Fehler zu machen. Weshalb einige von uns reflektieren, manche teilweise, und manche scheinbar überhaupt nicht. Begeben wir uns dafür auf eine Zeitreise durch das Deutschland der letzten Jahrzehnte, verglichen mit unseren tierischen Vorfahren, beginnend mit einer Kurzgeschichte.

 

Joshua hat schon lange die Nase voll. Er will frei sein, leben. Im Grunde hat er alles, was man zum Leben braucht: er ist End-Zwanziger, Tischler- und Schreinermeister, geschieden, und kann sich, seiner Ex-Frau, seinem Sohn im Schulalter, und auch seiner Freundin einen guten Lebensstandard bieten. Nicht, dass ihm etwas fehlen würde. Im Gegenteil: es ist ihm vieles zu viel, die ganzen Regeln und Normen kotzen ihn an, das Wetter geht ihm schon lange auf den Geist. Seine Freundin ist eher das Gegenteil, sie fühlt sich wohl, wenn alles wie gewohnt funktioniert, und sie interessiert sich mehr für den Norden, er dagegen für den Süden. Als seine Freundin und er mal wieder wegen der Lebenseinstellung aneinander geraten, bevorzugt er die Trennung, und einige Zeit später wandert er aus. Seinen Sohn hat er bei der Mutter gelassen.
Im Süden führt er zunächst das Leben, das er sich schon immer gewünscht hat: er hat eine frau gefunden, mit der er eine offene Beziehung führt. Seine Freundin teilt seine Lebensansichten und lebt sexuell offen und frei, er ist auf den Geschmack gekommen.
Doch auch in seiner neuen Heimat gelten Regeln und Normen, die ihn schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Als ihm jemand anbietet, für ein paar Tausend Euro und für viel Arbeit einen alten, abgelegenen Bauernhof zu erwerben, ist er Feuer und Flamme. Das Geld kann er zum größten Teil von seinem Ersparten investieren, seine Freundin steuert einen Teil dazu bei. Er fragt eine Hand voll Bekannte, ob sie mit den beiden dorthin ziehen und sich finanziell beteiligen wurden, um gemeinsam nach dem Minimalprinzip ein Leben als Selbstversorger zu führen. Er findet Gleichgesinnte. Gemeinsam wurde vereinbart, dass jeder Bewohner der Gemeinschaft so viel Arbeit zusteuern darf, wie sie bzw. er möchte. Auf Telefon und Internet sei man sowieso nicht angewiesen, stimmt man überein. Man führt ein scheinbar (sorgen-)freies Leben, pflanzt Hanf an, und die Paare kommen sich näher.
Nach einigen Eifersuchtsstreitereien trennt sich Joshua von seiner Freundin, ihre Einstellung zur freien Liebe ist nicht, wie er sie sich das vorgestellt hat. Kurz darauf trennt sich auch ein Paar aus der Kommune, aber schnell finden Joshua und eine Mitbewohnerin zusammen, sowie seine Ex mit einem Mitbewohner. Als auch diese beiden Konstellationen auf Dauer nicht funktionieren, ist die allgemeine Stimmung der WG am Tiefpunkt angelangt. Man wirft sich gegenseitig vor, dass man nicht immer ehrlich zueinander gewesen sei, das beträfe auch die Arbeiten, die als Selbstversorger für die Gemeinschaft auf dem Hof zu entrichten sind, wenngleich man vieles selbst herstellt. Und wenn man schon mal mit dem Austeilen dran ist, kann man auch gleich mit auf den Tisch bringen, dass das Geld ausgeht, es entstehen also doch monatliche Fixkosten: zum Beispiel sind die Frauen nicht daran interessiert, Hygieneartikel durch Putzlappen ersetzen zu müssen, und am fehlenden DSL-Anschluss stören sich die meisten Bewohner inzwischen auch, obwohl man anfangs gemeinsam beschlossen hat, genau das nicht zu benötigen, ansonsten bräuchte man sich nicht mehr als “Aussteiger“ zu bezeichnen.
Joshua sieht sich selbst aufgrund seiner Idee dieser Gemeinschaft als Chef, als Macher. Er ist auch derjenige, der in die benachbarte Kleinstadt fährt, um im Internet Sachen für den Haushalt günstig zu ersteigern und um weitere Gleichgesinnte zu suchen. Er bastelt einen Internetauftritt des Hofes. Obwohl er keine Bilder uploadet und keine Adresse angibt, haben Unbekannte die IP-Adresse des Internet-Shops ermitteln können, und nach einigen Nachfragen bei Anwohnern der Kleinstadt den Hof ausfindig gemacht, sodass alle paar Monate jemand auf dem Hof um Zutritt zur Gemeinschaft bittet. Die meisten WG-Bewohner sind von dieser Idee weniger begeistert. Joshua selber ist von seiner Idee begeistert. Seine Freundin ist nicht von weiteren Bewohnern abgeneigt, nur ist sie von der Art und Weise allerdings nicht angetan. Sie befürchtet, dass Fremde sich einmischen könnten, sagt sie. Was Joshua bisher nicht wahrhaben wollte: seine Freundin ist die inoffizielle Chefin, nämlich diejenige, die den Ton angibt, von ihr machen die anderen Bewohner die eigene Meinung abhängig. Auch wenngleich einige neue Bewohner willkommen geheißen wurden, führt die Erkenntnis über die falschen Erwartungen an andere zu weiteren Streitereien. Mit den neuen Bewohnern sind auch neue Meinungen hinzugekommen, und inzwischen läuft nur noch wenig so, wie ursprünglich abgesprochen beziehungsweise gedacht (oder erhofft).
Eines Nachts schlägt während eines Gewitters der Blitz in den Bauernhof ein, der aus jede Menge Holz besteht, glücklicherweise kommt keine Person zu schaden. Man hat aber keinen Blitzableiter installiert, und weil man sich der Konsumgesellschaft verweigert hat, fehlt auch die Versicherung. Geld ist auch keins mehr da. Am Ende wird Joshua als alleiniger Eigentümer wegen fahrlässiger Brandstiftung und versuchten Totschlags angeklagt, und wegen gefährlicher Brandstiftung verurteilt. Die WG ist am Ende.

Den meisten Leserinnen und Lesern ist sicher aufgefallen, dass die Kommune um unseren “Hippie-Josh“ eine nach unserer heutigen Wertevorstellung klassische Hippie-Kommune darstellt: frei von allem sein, von allen Sinnen, Drogen, und möglichst viele Weibchen. So manche Bewohnerin bzw. mancher Bewohner moderner Communities dürfte von obiger Interpretation einer Kommune Anstoß nehmen, denn nicht jede Kommune ist auf freie Liebe aus, jedenfalls nicht im sexuellen Sinne. Und insbesondere manche Leserin dürfte von obiger Darstellung der Hygiene wenig begeistert sein. So viel zur objektiven Wahrnehmung. Außerdem hat “Josh“ als Eigentümer keinen Blitzableiter oder sonst keine vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen installiert – das habe ich bewusst weggelassen.
Wer nämlich subjektiv betrachtet, dem dürfte aufgefallen sein, dass die Bewohner unserer fiktiven WG ein großes Kommunikationsproblem haben, das sich auch darin äußert, sich nicht sachlich mitteilen zu können.
Joshua hat Gleichgesinnte gesucht – aber wie, in welcher Weise? Hat er seine Bekannten madig gemacht, irgendwas von Freiheit und von freier Liebe geflüstert? Auch von Dialogen habe ich bewusst abgesehen. Wie aber definiert man “freie Liebe“ für jeden gerecht aufgeteilt? Struppi darf alles und überall, aber andere haben sich gefälligst zu fügen und zu fragen? Joshua wollte ja schon in seiner Vergangenheit frei sein, nun hat er auch noch eine Freundin gefunden, die zwar ebenfalls frei sein wollte, davon aber eine andere Auffassung hat, als er. Auch seine Bekannten, die mitgezogen sind, hatten offensichtlich von all dem eine andere Auffassung, als er. Anstatt aber im Vorfeld, bevor man zusammengezogen ist, alles zu klären und für jedes Anliegen gemeinsame Nenner zu finden, ist jeder mit seinen eigenen Hoffnungen und Erwartungen mitgegangen.

Wirft man einen Ball in die Runde, dem alle hinterherspringen…, dieses Prinzip kennen wir alle. Nicht nur von Hunden, zum Beispiel auch aus hitzigen Diskussionen, zu diesem Zeitpunkt ist die allgemeine Stimmung meist am Tiefpunkt. Dieses Prinzip findet man aber auch in teils organisieren (Rand-)Gruppen, in denen mindestens ein Anführer die Regeln bestimmt und Nicht-Beachtung der Regeln bestraft wird, wobei die Person, welche die Regeln missachtet hat, vorgeführt oder sonst irgendwie geächtet wird.
Klingt nicht nach Sinn, eher nach Unsinn. Und dennoch verhalten sich auch menschliche Wesen so. Aber warum? Aus Angst vor dem obersten Chef? Wegen des Sicherheitsgefühls, weil niemand außer dem Chef einem was anhaben kann? Das müsste doch Nährboden für Verbrechen sein. Wie lange geht so was gut?

Langjährig bestehende Netzwerke und Kommunen hat es schon immer gegeben, sogar ganze Dynastien, also generationsübergreifend. Und von einem sogenannten “ 1000-jährigen Reich“ war in der Weltgeschichte schon mehr als einmal die Rede. Begeben wir uns dafür auf eine Zeitreise, lassen die Ägypter und die Römer außen vor, und beschränken uns dabei allein auf das Deutschland der letzten Jahrzehnte. Und finden gemeinsam heraus, woran die genannten Gruppen und Kommunen gescheitert sind.

 

Das sogenannte “Dritte Reich“

Fast jeder Mensch auf der Welt, zumindest die Menschen, die eine Schule besucht haben, hat schon mal von den Nazis und von Adolf Hitler gehört. Wir wissen, dass man damals Juden zum Sündenbock, zum Schuldigen aller Probleme, bestimmt hatte. Laut den Nazis seien Juden dumme Menschen gewesen, “Rattenpack, das anderen Menschen das Brot vom Teller frisst.“ Man hatte Menschen jüdischen Glaubens entmündigt, ihren Eigentum zerstört, Brillen weggenommen, Bücher verbrannt, die von jüdischen Schriftstellern geschrieben worden waren. Man hatte Juden sogar die Köpfe kahl geschoren und sie in sogenannte “Konzentrationslager“ gesteckt, und dort sogar für medizinische Versuche missbraucht, und noch nicht mal im Sinne der medizinischen Wissenschaft, sondern im Sinne der eigenen Ideologie. Außerdem waren die Nazis davon überzeugt, eine sogenannte “arische Rasse“ züchten zu können, in denen alle blonde Haare und blaue Augen haben, und insbesondere die Jungs (so Hitler) >>Flink wie Windhunde und hart wie Krupp-Stahl<< sind (um sie für eigene Zwecke einzusetzen). Auch aufgrund ihres Aussehens waren Menschen jüdischer Abstammung den Nazis ein Dorn im Auge. Weihnachten wurde auch im Nazi-Reich zelebriert – Jesus von Nazareth war übrigens Jude.

Manche Zeitzeugen haben in vielen interessanten Dokumentationen erzählt, dass sie, während Hitler in seiner Parade an ihnen vorbei gefahren ist, geglaubt haben, er sei blond und blauäugig gewesen. Man versetze sich bitte in die Bewohner der damaligen Zeit: wenn man immer häufiger, und manchmal täglich sieht, dass immer mehr blonde Menschen mit blauen Augen um einen herumlaufen, und im selben Atemzug Menschen anderer Herkunft auf offener Straße verprügelt und demoralisiert werden, und gleichzeitig auch die Bewohner der eigenen Herkunft bei Nicht-Einhaltung dieser Regeln ebenso entmündigt werden, wie lange würde es wohl dauern, bis man sich mindestens mit der Sache arrangiert, wenigstens des eigenen Friedens willen und um die eigene Familie zu schützen? Und wie lange würde es – ebenso bei jedem einzelnen von uns – dauern, bis man nur noch das glaubt, was einem vorgegeben wird?

In der Dokumentation “Lieber Onkel Hitler“ werden Briefe von Kindern an Hitler geschriebene Briefe vorgelesen und gezeigt. Schon alleine der Titel klingt für die heutige Zeit, wo man doch so vieles über die damalige Zeit weiß, unglaubwürdig, wie Briefe an den Weihnachtsmann. Aber genau mit dieser Absicht waren die Menschen damals manipuliert – nicht nur die Juden, auch die aus den eigenen Reihen. Dabei war Hitler nicht blond und blauäugig und Goebbels, Göring und viele andere auch nicht.

Auf Hitlers` Profil möchte ich explizit eingehen. Objektiv betrachtet wissen wir, dass Hitler größenwahnsinnig war. Nicht nur bezogen auf seine eigenen geglaubten Größe, sondern bezogen auch auf Gebäude und Fahrzeuge. Er war hat Befehle gegeben, Menschen in Lager zu deportieren. Und sie auszurotten. Gleichzeitig hat er Aufträge gegeben, Gebäude für sein eigenes “drittes Reich“ zu errichten (es sollte größer sein, als das der Ägypter und das der Römer es jemals waren).
Betrachtet man insbesondere ihn aus der Subjektive, hatte er sich selbst immer wieder widersprochen, gegen seine eigenen Vorstellung gehandelt. Er hatte in seinem ganzen Leben zwei Gewehrschüsse abgegeben: der eine war im Ersten Weltkrieg, um an der Front einen Kameraden in der Stellung zu helfen, den zweiten Schuss hatte er im Jahr 1923 als Warnschuss in die Luft abgefeuert, als es darum ging, das Regime Hindenburgs zu stürzen. Er selbst hatte Polen nach den Luftangriffen im Jahr 1939 nur von oben aus dem Flugzeug gesehen – erst als alles vorbei war, war er mit seiner Garde durch Polen gefahren, um sich als “Heilsbringer“ feiern zu lassen. Frankreich hatte er erst heimgesucht, als alles vorbei war. War er mit dem Auto durch zerbombte Straßen gefahren, hatte er die Vorhänge zugemacht. Und für all das gibt es auch zwei Gründe: zum einen war er Veganer, also Verweigerer jeglicher Nahrung tierischen Ursprungs, und zum anderen war er psychisch gar nicht in der Verfassung, als dass er sich “seine Werke“ (sämtliche Arten von Menschenverachtung) live und in Farbe hätte ansehen können. Wäre er ein Menschenhasser in dieser Form gewesen, wie er manchmal interpretiert wird, hätte er vermutlich jeden Menschen jüdischer Abstammung eigenhändig erschossen, dabei onaniert und jeden einzeln gegessen.
Abgesehen davon, dass er dann Tag für Tag nichts anderes getan hätte: in Wahrheit hatte er sich auf sogar von Berlin, wo die Reichskanzlei war, abgewandt und sich abgeschottet von jeglicher Zivilisation auf den Obersalzberg in seine eigene Welt zurückgezogen und sich nur noch von Menschen umgeben, die ihm gesagt hatten, was er hören wollte. Außerdem hatte er sich selbst in Anwesenheit seiner ausgesuchten Mitmenschen in seine eigene Welt verkrochen, indem er Selbstgespräche geführt hatte. Erst die letzten Tage des Krieges hatte er in Berlin verbracht, wo er bekanntlich Eva Braun ihren langjährigen Wunsch erfüllte, sie zur frau zu nehmen. Er selbst forderte von “seinem Volk“ Kampfwille bis zum letzten Tropfen, er selber aber hatte sich bekanntlich am 30. April 1945 zusammen mit seiner Gemahlin erschossen.

Über die gesamte Dauer des “Dritten Reichs“ empfehle ich die Spielfilme “Hitler – Aufstieg des Bösen“ und “Der Untergang“ sowie die Dokumentationen “Lieber Onkel Hitler“ und “Die Stunde Null in Deutschland“.

Wir in der heutigen Zeit sind insofern “geimpft“, dass wir nicht mehr zulassen würden, dass jemand mit narzisstischem Gerede den rechten Arm hebt und uns vorschreiben will, wie man zu leben hat. Auch dann nicht, wenn er den linken Arm hebt.

 

Die Kommune 1

Während der Studentenbewegungen Ende der 1960er Jahre bis Mitte der 1970er Jahre hatten Wohngemeinschaften Hochkonjunktur. Die bekannteste aller Kommunen, die sich “Kommune 1“ nannte, war die Vorreiterin aller Kommunen in Deutschland und in Frankreich. Ihre Gründung im Jahr 1967, die von Dieter Künzelmann ausging, richtete sich gegen das Modell der bürgerlichen Kleinfamilie. Aus der Sicht der WG-Bewohner sei das Modell der Kleinfamilie Nährboden für Faschismus.

Um auf sich und auf die Kommune aufmerksam zu machen, provozierte man mit einigen politischen Aktionen. Drogen und freie Liebe waren Gang und Gebe, das lockte natürlich Befürworter an, aber auch Gegner.

Übermäßiger Heroin-Konsum einiger Bewohner brachte die Kommune schließlich zum Ende. Als dann noch die Wohnung von Rockern heim gesucht wurde, löste sich die Kommune im November 1967 schließlich endgültig auf.

 

Die AAO-Kommune

Eine nicht weniger bekannte Kommune war die des Österreichischen Aktionskünstlers Otto Mühl, die er im Jahr 1970 gegründet hatte und in der insgesamt 240 Männer, Frauen und Kinder wohnten.. Er selbst verstand seine Kommune als Aktionsanalytische Organisation (Kurzform: AAO), in der jeder Mensch sich durch Kunst ausleben durfte. Persönlichen wie geistigen Besitz gab es innerhalb seiner Kommune nicht: Zweierbeziehungen waren Tabu, alles Hab und Gut gehörte der Gemeinschaft und wurde von ihm und seiner Frau verwaltet. Kinder wurden von der gesamten Kommune erzogen, insbesondere aber von ihm und von seiner Frau kontrolliert: wer unartig war, durfte sich vor der gesamten Belegschaft erklären. Aufgrund seiner persönlichen Ansichten von Kunst, die überwiegend mit Nacktheit in Verbindung stand, wurde die freie Sexualität auch thematisiert, also nicht nur darüber gesprochen.>/span>

Das Selbstversorgen allein genügte nicht, es musste Geld her. Man schuf das Magazin “Die AA-Nachrichten“, einige andere gingen ins benachbarte Ausland, um dort einen Job zu finden und um Geld für die Kommune zu verdienen, manche gründeten sogar Ableger dieser Kommune in Städten.
Einige bereits ehemalige Mitglieder berichteten davon, dass man sich nicht immer an die Regel hielt, mit Jungen und Mädchen unter 14 Jahren keinen Sex zu haben, sondern es sei innerhalb der Kommune mehrfach auch zum sexuellen Missbrauch von Kindern gekommen.

Während der Glanzzeit der Kommune zu Beginn der 1980er Jahre lebten dort 600 Menschen. Otto Mühl, der davon überzeugt war, allen anderen Männern genetisch überlegen zu sein, erzählte immer wiederkehrend von alten Zeiten aus der Kommune, wodurch viele die Kommune verließen. Im Jahr 1988 dann verhalfen ehemalige Kommunarden anderen weiblichen Mitgliedern bei Anzeigen gegen Otto Mühl wegen sexuellem Missbrauch, was zur Auflösung der Kommune und zur Verhaftung Mühls führte.

Dazu empfehlenswert die Dokumentarfilme “Wir Kinder vom Friedrichshof“ (2009) und “Meine keine Familie“ (2015).

 

Die RAF (Rote-Armee-Fraktion)

Die Rote-Armee-Fraktion war eine linksextremistische und terroristische Vereinigung. Sie war von 1970 an bis zu ihrer letztlich öffentlichen Auflösung im Jahr 1998 über drei Generationen verantwortlich für 33 Morde an Führungskräften aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, deren Fahrern, an Polizisten, Zollbeamten und amerikanischen Soldaten sowie für die Schleyer-Entführung, mehrere Geiselnahmen, Banküberfälle und Sprengstoffattentate mit über 200 Verletzten. Durch Fremdeinwirkung, Suizid oder Hungerstreik kamen 24 Mitglieder und Sympathisanten der RAF ums Leben.
Der von der RAF ausgeführte Terror richtete sich also ausschließlich auf bestimmte Personen, manche derer Anschläge wurden auch in der Nacht verübt – anders als heute, wo jemand mit einem Messer und einer Axt bewaffnet in einem Zug Menschen blindlings angegriffen hat oder mit einem LKW durch Menschenmassen gefahren ist.

Viele der Generation aus den 1969 Jahren schämten sich für die Vergangenheit ihrer Vorfahren, die teilweise auch Anhänger des Nazi-Regimes waren. Das wiederum verstanden Mitglieder der RAF als Nährboden.

Das 12-seitige Auflösungsdokument wurde im Jahr 1998 von den letzten Anhängern selbst veröffentlicht.

 

Man könnte beliebig viele Modelle einer “starken Gemeinschaft“ aufzählen. So unterschiedlich diese dann auch sind, unterm Strich bleibt alles wie gehabt: gäbe es ein Patentrezept für lebenslangen und generationsübergreifenden Frieden, wären Millionen von Menschen vor uns salopp gesagt ziemlich dumm gewesen.
“Sind wir Menschen eigentlich gar nicht lernfähig?“, berechtigterweise gefragt. Vielleicht finden wir die Antwort bei unseren nahen Vorfahren. In freier Wildbahn gibt es zwei natürliche Gesetze, mit denen man einigermaßen klarkommen kann, wenn man beide beachtet: “Fressen und gefressen werden“ kennen wir alle. “Man beißt aber nicht in die Hand, die einen füttert“, lautet das andere.
Wenn wir an Affen denken, sehen wir nicht etwa Weißkopfaffen oder Rhesus-Affen vor uns, sondern die meisten denken sicher an Schimpansen.

 

Schimpansen und Bonobos

Aus Kaufhäusern und aus dem Internet kennen wir Bilder, in denen ein Schimpanse z.B. als Torhüter verkleidet mit einer Bierflasche in der Hand am Torpfosten steht und – für unsere Sinne passend – lacht. Das, was wir als Lachen wahrnehmen, ist in freier Wildbahn kein Lachen, sondern Zähne zeigen ist eine Drohgebärde.
Auch in Filmen sehen wir ausschließlich Affen, die sich menschenähnlich verhalten, manche bereiten sich sogar selber ihr Frühstück zu. Tatsächlich werden Schimpansen im Alter von 5 Jahren geschlechtsreif, und ab dann auch aggressiver. Und weil ein ausgewachsener Schimpanse kräftemäßig einem Menschen weit überlegen ist, obwohl viel kleiner, sehen wir in den Medien nur Affenkinder. Und für uns objektiv sind Schimpansen die Krawallmacher und die Bonobos die Guten.

In freier Wildbahn leben Schimpansen im Rudel und unterliegen strengster Hierarchie. Für uns objektiv (oder nach Vorstellung einiger Menschen) hat der Rudel-Chef eine Art “Telefonbuch“ und braucht nur eine x-beliebige Nummer zu wählen, um sich paaren zu können. In Wahrheit wird man auch im Reich der Schimpansen nicht zum Chef, weil man das selber so möchte, sondern man wird dazu benannt: getreu dem Motto “Der Affe lässt das Lausen nicht“ muss er auch auf seiner Suche nach “Gruppen- und Abteilungsleitern“, so würden wir sie bezeichnen, etwas dafür tun. Das Lausen in Affenkreisen bindet und pflegt somit soziale Kontakte. Sicher hat er auch Mitstreiter in den eigenen Reihen, die ihm den Thron streitig machen wollen, was aber auch seine Gefährten zu unterbinden wissen. Den Clown zu spielen Mitbewohner versuchen, allein durch Präsentieren der eigenen Körperkraft in die Schranken zu weisen, bringt dem Schimpansen bei den Weibchen überhaupt nichts.
Dass seine Nachkommen automatisch seinen Thron besteigen werden, versteht sich nicht von selbst.

Schimpansen-Dame, Bildquelle: http://wkprc.eva.mpg.de/english/files/chimps.htm

 

Bonobo-Dame, Bildquelle: https://www.pinterest.de/edfrizzell/bonobos/

Ebenfalls zu unseren nächsten Verwandten zählen Bonobos, die ebenfalls in sozialen Verbänden leben. Aber – im Gegensatz zu Schimpansen – von einer Chefin angeführt werden. Aufbrausende Bonobo-Kinder bekommen die Brust anstatt gejagt zu werden, und männlichen Bonobos mit überschüssiger Energie bieten Bonobo-Weibchen freiwillig ihren Körper als Stressabbau für Sex an. Aber auch Bonobos unterliegen strengster Hierarchie.

 

Wir Menschen sind vor etwa 10.000 Jahren sesshaft geworden, sind von Höhlen in Hütten umgesiedelt, also von Nomaden zu Bauern geworden. Später haben wir Zäune um unser ergründetes Gebiet gebaut, damit man uns unser Vieh nicht mehr so schnell wegnehmen konnte. Wir waren uns nicht mal zu fein, unser ergründetes Gebiet mit Waffen zu verteidigen.
Seitdem die Menschheit existiert, seitdem gibt es auch Kriege, Hass, Neid und Intoleranz. Nach jedem Krieg gab es eine Art “Neuzeit“: alles rundherum wird zerstört, egal wo man hinsieht, haben alle Menschen ähnliches Schicksal erleben müssen. Man hat Verständnis füreinander, die Menschen haben sich gegenseitig geholfen. Nach einer Weile ist aus einem Loch ein Verschlag eine Bretterbude geworden, aber mit Türen und Fenster, man hat wieder etwas eigenes, man ist wieder wer. Essensmarken werden ausgeteilt, erste Unternehmen bieten im Rahmen des Neu-Anfangs Arbeiten an, man kann wieder Nahrung lagern und jeder sein eigenes Süppchen kochen, die Menschen werden im Laufe der Jahre wieder gierig und gieriger. Ein Staat definiert sich aus einem Staatsgebiet, aus der Staatsmacht und aus dem dazugehörigen Volk, also den Menschen und den Bürgern – ist eines von den Dreien nicht vorhanden, ist die rechtliche Form eines Staates nicht gegeben. Sollen wir sämtliche Zäune und Mauern dieser Welt abreißen? Wie lange wohl würde es dauern, bis andere widerum Zäune und Mauern bauen und die Kontrolle übernehmen würden? Sich nach einer Fehlentscheidung nur noch auf das Gegenteil dieser Fehlentscheidung zu konzentrieren, ist doch auch wieder rational. Man verhindert aber Kriege nicht, indem man ab sofort nur noch mit jedem kuschelt. Jede gemeinsame Stärke kann sich zum Nachteil anderer auswirken.

„Gemeinsam sind wir stark“, heißt es doch oft bei Protesten. Ob nun religiös oder nicht: in der Bibel steht, dass Gott die Erde, die Tiere und die Menschheit erschaffen hat, und dass er uns lediglich die Botschaft “Seid fruchtbar und mehret euch“ mit auf den Weg gegeben hat. Und dennoch maßen wir uns an, die Welt zu verändern, und zu bestimmen, wer wohin gehört und wohin nicht.
Unsere “Bibel des friedlichen Zusammenlebens in Deutschland“ ist unser Grundgesetz, darin stehen sämtliche Bürgerrechte und Menschenrechte – die Bürgerrechte gelten für Menschen deutscher Nationalität, also mit deutschem Pass, und beziehen sich z.B. das Recht auf Wählen, auch freie Berufswahl etc., und die Menschenrechte gelten für alle Menschen.

Jeder einzelne von uns hat schon öfter in seinem Leben andere Menschen falsch eingeschätzt oder gar jemandem eine Eigenschaft unterstellt, die sich irgendwann später als falsch herausgestellt hat, manchmal erst mit Hilfe von Meinungen anderer. Wir sind nach wie vor Schutzsuchende: auf der Suche nach Struktur, nach Sicherheit und Geborgenheit. Bei Tieren ist das mit ein paar kleineren Unterschieden nicht anders – wobei auch bei Tieren deutlich zu erkennen ist, ob es Tiere aus freier Wildbahn sind oder an Menschen gewohnte Tiere. Und aufgrund unseres Sicherheitsbedürfnisses schätzen wir unsere Mitmenschen ein, manche von uns “katalogisieren“ und “schubladisieren“ regelrecht, manche vor allem zu schnell, was bei allem Übereifer zu Vorurteilen führen kann.
Tatsächlich sind es die ersten 1 bis 3 Sekunden, in denen wir uns trauen, einen auf uns zukommenden Menschen einschätzen zu können, noch dieser Mensch etwas gesagt hat: wir beurteilen das Aussehen, die Kleidung, den Gang. Das Sicherheitsgefühl äußert sich auch in der Form, dass Meinungen anderer, insbesondere derer aus dem nächsten Umfeld, ungeprüft übernommen werden. Manche von uns sind in dieser Form sogar sehr schnell “zu kriegen“, oftmals genügt schon ein einfaches „Los, den machen wir parat!“, um jemanden rein aufgrund irgendwelcher Vorurteile zu schaden.
Ist ein Wort, ein Satz, eine Frage, erst mal ausgesprochen, sind viele von uns anscheinend nicht in der Lage, nachzufragen, sondern urteilen nach dem, was sie kennen. Überhaupt glauben fast alle Menschen nur das, was sie sehen, und manche sehen nur das, was sie sehen möchten – was sie sich nicht vorstellen können, gibt es offenbar nicht.

Der erste Mord der Menschheit – laut Bibel jedenfalls – ist der sogenannte “Brudermord“, nämlich der von Kain an seinen Bruder Abel. Und daran gemessen sind Neid, Gier, Hass und Eifersucht die ältesten Mordmotive der Kriminalgeschichte. Die Schuld bei anderen suchen, ist einfach, das können sogar (Menschen-)Kinder und sogar Tiere.
Sicher ist die Sprache ein kostbares Instrument, welches uns von Tieren unterscheidet. Allerdings verhindert auch die Sprache allein keine Kriege und auch keine Gewalt, denn auch wir modernen Menschen missbrauchen Sprachen für die Gewalt, nämlich die verbale Gewalt. Was bringt aber die Sprache, wenn man nicht kommunikativ ist?! Freiheit war die Absicht der Bewohner unserer Hippie-WG. Nur hatte eben von “Freiheit“ jeder Bewohner eine eigene Auffassung. Bezeichnungen für eine gemeinsame Sache gibt es viele: Kommune, Forum, Fusion, Konsortium, Verein, Partei…, und viele andere. Je mehr sich dieser gemeinsamen Sache anschließen, desto mehr verschiedene Meinungen gibt es.
Je mehr Menschen mit unterschiedlichen Ansichten unkontrolliert aufeinandertreffen, desto größer ist die Gefahr, dass selbst abgesprochene Regeln nicht eingehalten werden. Wenn dann auch noch viele unterschiedliche Sprachen, Sitten, Gebräuche und Kulturen aufeinander treffen, und jeder nur nach dem leben möchte, was er kennt, dann sorgt das mit der Zeit für Unruhen und Streit. Im Artikel 4 unseres Grundgesetzes ist die Religionsfreiheit verankert, man darf zum Beispiel jederzeit einer Religionsgemeinschaft beitreten oder aus selbiger austreten. Wieso muss man manchen erst sagen, dass sie beim Ausleben ihrer Religion Rücksicht auf andere nehmen sollen (beispielsweise Einhaltung der Mittags- und Nachtruhezeiten u.v.a.), wieso kommen die nicht von selber drauf? Außerdem sind Respekt und Toleranz keine Rechtsgüter – zu unseren im Gesetz verankerten Rechtsgütern zählen zum Beispiel Leben, Gesundheit, Freiheit, und andere. Ist das etwa der Grund, weshalb Respekt und Toleranz immer wieder gepredigt und erörtert werden müssen?

Bildungsmöglichkeiten gibt es dank des Internets in Hülle und Fülle, teilweise sogar so viele, dass manche schon gar keine Lust mehr haben, einen Fake von Tatsachen zu unterscheiden, weil es auf Dauer anstrengend ist, ständig nachdenken zu müssen. Irgendwann ist bei jedem Menschen individuell die “Schmerzgrenze“ erreicht: man verschließt sich, man mustert aus, wird fahrlässig und rational. Und manche reflektieren dann noch nicht mal mehr, dass man andere für etwas verurteilt, was man selber tut, wenn auch nur in anderer Form. Trifft diese Eigenschaft auf mehrere Menschen als Gruppe zu, entsteht wieder eine Art “Schutzbedürfnis“, man fühlt sich bestätigt. Solange aber jeder einzelne von uns zum Töten fähig ist (wenngleich nicht automatisch zum Morden), und solange die Menschheit das Reflektieren nicht lernt, wiederholen sich Kriege und Neuzeiten, und deshalb geht der alltägliche und individuelle Wahnsinn immer weiter. In jedem einzelnen von uns.

Copyright © www.leobuechner.de

 

Quellverweise und Empfehlungen:

Wikipedia-Beitrag über Adolf Hitler

Deutscher Trailer zu “Hitler – Der Aufstieg des Bösen“ (2003)

Trailer zum Film “Der Untergang“ (2004)

Dokumentation “Lieber Onkel Hitler“ (Briefe von einst an den Führer)

Dokumentation “Die Stunde Null in Deutschland“ (Dokumentation über die Nachkriegszeit)

Der deutsche Trailer zum Film “Die Welle“ aus dem Jahr 2008, der auf gleichnamigem US-amerikanischem Film aus dem Jahr 1981 beruht, stellt dar, was man aus “Idee“ und “Gemeinschaft“ im negativen Sinne machen kann.

Interpretation der Bedürfnis-Pyramide nach Maslow

Wikipedia-Beitrag über die Kommune 1

Wikipedia-Beitrag über Otto Mühl

Wikipedia-Beitrag über die RAF

Zu diesem Beitrag inspiriert hat mich die Dokumentation “Die gefährlichsten Orte der Welt” des Enthüllungsjournalisten Ross Kemp. Er hat dafür eine Stadt vor den Toren Kapstadts (Südafrika) besucht, die einst daraus entstand, das sich etwa 200 Menschen zu einer Zeltstadt zusammengetan hatten. Heute, nach mehr als 20 Jahren, leben dort zwar mehr als 200.000 Menschen, allerdings wurde diese Stadt nie offiziell gegründet, demnach herrscht dort das Gesetz des Stärkeren und die Macht der Drogen, es gibt kaum sanitäre Anlagen, wenig Strom, und alle 17 Sekunden wird eine Frau vergewaltigt.

Abschließend möchte ich meiner LeserGEMEINSCHAFT ein Buch vom 1964 in Düsseldorf geborenen Kriminalisten und Autor Stephan Harbort empfehlen. Er ist Deutschlands bekanntester Serienmordexperte. Seit mehr als 20 Jahren setzt er sich beruflich mit Serienmorden auseinander und hat über seine Arbeiten inzwischen Dutzende Bücher geschrieben. In seinem Buch “Der klare Blick“ schreibt er auch über Gespräche mit Angehörigen von Serienmördern, denn auch die Angehörigen erleben nach Verhaftung ihres Verwandten durch Ablehnung der einstigen Freunde und sogar innerhalb der eigenen Familie eine dramatische Wandlung, die Spuren hinterlässt.

Beitrag teilen

Für Freigeister und Menschen mit Leseschwäche

Die einen lesen ab und zu ein Buch, andere verschlingen pro Woche mehrere Bücher (je nach Art des jeweiligen Buches), und es gibt Menschen, die grundsätzlich nicht gerne lesen. Die Gründe für das jeweilige Verhalten sind unterschiedlich wie die Menschen selbst: von Zeitmangel bis Leseschwäche (Legasthenie) ist alles dabei.

 

“Lesen bildet”, hört und liest man doch so oft. Viele Fach- und Sachbücher bilden definitiv. Aber Romane? Manche Romane erzählen Geschichten nach dem Motto “Dort, wo ich nie war”. Muss sowas sein? Wer braucht sowas? Die Geschichte von “Tom Sawer & Huckleberry Finn” jedenfalls haben Weltruhm erlangt – obwohl es diese Figuren gar nicht gibt. gleiches gilt für die kinderbücher von Astrid Lindgren, zum Beispiel ihre Bpcher über “Pipilotta Langstrumpf”. Und Jules Verne verzaubert mit seinen futuristischen Romanen Fantasy-Begeisterte noch heute.

Weshalb wohl interessieren uns (Lebens-)Geschichten von Personen, die es gar nicht gibt? Wollen wir auf den Arm genommen werden? Oder interessiert uns ausschließlich die Handlung?

In einem solchen Fall sei hinterfragt, weshalb das Buch “Opus Pistorum” zur Weltliteratur zählt. Die Geschichte ist ebenso fiktiv wie die Charaktere. Es dreht sich alles um die Zeit während der 1939er Jahre in Paris, die Geschichte der Hauptfigur (Ich-Erzählung) handelt nicht nur vom Sex, aber Sex spielt eine große Rolle. Der Autor Henry Miller hat in dem Buch unter anderem vom Sex einer 11-jährigen mit ihrem Vater geschrieben und in einem anderem Kapitel vom Sex mit Tieren, außerdem hat er sehr viele pornographische Ausdrücke verwendet. Und dennoch zählt dieses Buch zur Weltliteratur!

Wir interessieren uns also mehr für Geschichten. Die einen vielleicht, um Selbsterlebtes zu verarbeiten, zu sehen, wie andere damit umgehen. Die anderen möglicherweise, um einfach nur in andere Welten abzutauchen.

 

Ein Beispiel aus der Bedürnis-Pyramide ganz unten, nämlich das Essen, weil dieses Thema jede/r kennt.

In einer Bildsequenz, heutzutage Clip genannt, sieht jeder ganz klar und eindeutig, welches Essen zum Beispiel auf dem Teller ist. und obwohl wir wissen, ob es uns schmeckt (oder auch nicht), wird mit Computerprogrammen nachgeholfen. Beim gesprochenen Wort über das Essen ist es ähnlich, aber nicht mehr ganz so einfach: man braucht nur ein Essen zu erwähnen, dass von vielen Menschen gerne gegessen wird – Nudeln oder Pizza zum Beispiel. Wie aber will man jemandem, der nicht sehen kann, sondern nur hören und riechen, Nudeln schmackhaft machen, wenn diese Person Nudeln nicht kennt? Zwei- oder drei Wörter genügen da nicht, man kann allgemein kaum erläutern, wie etwas schmeckt, man kann nur erläutern, wie das Essen aussieht. Wobei das gesprochene Wort immer noch mehr Aussagekraft hat als ein geschriebener Text, man arbeitet schließlich mit seiner Stimme.

Bei jemandem, der widerum nicht hören kann, ist es noch weniger einfach: man muss den Text ausschmücken, damit diese Person sich den jeweiligen Gegenstand oder die Handlung auch bildlich vorstellen kann. Dabei hat man es Autorin bzw. als Autor nicht immer leicht, den Nerv der Zeit zu treffen – tausende Manuskripte liegen jährlich bei Verlagen unbearbeitet in der Mülltonne.

 

Um lesen und schreiben zu können, muss man überhaupt erst lesen und schreiben können. Manche beziehungsweise sieben Millionen Menschen (7.000.000) alleine in Deutschland können entweder nicht richtig oder gar nicht lesen oder nicht richtig oder gar nicht schreiben. Viele Betroffene der Lese- und oder Schreibschwäche basteln sich ihre eigenen Texte zusammen, sie picken sich das raus, was sie verstehen, was den Sinn des jeweiligen Textes verändert.

Es gibt übrigens zwei Arten einer Leseschwäche: die einen können nicht vernünftig lesen, die anderen werden bei guten Büchern schwach. Ob nun so oder so: lesen bildet, nämlich eine Meinung.

Copyright © www.leobuechner.de

 

Zu diesem Beitrag hat mich der Artikel “Pseudo-Inzest-Stories verkaufen sich gut – Bekenntnisse einer Erotikbuch-Autorin” inspiriert, um zu hinterfragen, warum es uns nichts ausmacht, dass Texte, die wir lesen, gerne auch Pseudo sein dürfen.

Beitrag teilen

ApraNet, Internet, Darknet…, und dann?

Bereits im Jahr 1971 wurde die weltweit erste E-Mail verschickt, damals im ApraNet, diese E-Mail diente lediglich dem Datenaustausch zwischen zwei Computern, die im jeweils benachbarten Zimmer standen. Im Jahr 1984 erreichte das damalige “Internet“ nun auch Deutschland, bei uns hieß es CSNET. Selbiges wurde im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut, damit – so hieß es damals – “…, auch die sozial schwachen Menschen zu Wort kommen.“
Heute, im 21. Jahrhundert, haben wir so viele verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten, von denen wir während der 1980er Jahre noch nicht mal zu träumen wagten. Mit den viele Kommunikationsmöglichkeiten hat sich auch unser alltäglicher Sprachgebrauch geändert, manche klingen – sarkastisch formuliert – schon fast wie “Möchte-Gerne-Gangster“, weil sie fast nur noch englische Ausdrücke gebrauchen, die sie jeweils noch nicht mal in zwei Sätzen erklären können, und dabei auch noch die eigene Muttersprache auf der Strecke lassen: App, Cloud, Internet, Cache, Browser, Homepage, Web-Broker, Online-Marketing, Notebook, Laptop, WiFi, Smartphone, iPhone…, und, und, und.

Ist ja schon gut, allein mit dem Gebrauch fremdsprachiger Wörter wird man nicht zwangsläufig kriminell. Menschen werden aber doch bekanntlich fahrlässig, wenn man ihnen die Möglichkeit(en) dazu gibt – wobei anti-soziales (Kurzform: asozial) Verhalten auch im Tierreich zu beobachten ist: auch Tiere petzen, verpfeifen andere Tiere, weil sie Antipathie empfinden oder ein Tier mehr mögen als ein anderes, oder weil sie vor einem angreifenden Tier warnen.

Was könnte uns hoch entwickelten Lebewesen, also die vom Potential her intelligenteste aller drei Lebensformen, dazu veranlassen, anderen Menschen Schaden zuzufügen? Es muss etwas sein, was einem das Gefühl von Sicherheit vermittelt. Entfernung in Kilometern? Anonymität? Mildere Strafe bis Straffreiheit?
Nochmal ein kleiner Schwenk in die Vergangenheit. Während der 1970er Jahre zum Beispiel waren das Fliegen, und das Reisen überhaupt, viel teurer als heute. Billigflieger? Fehlanzeige. Ergo war man als Urlauber anonym, man konnte (z.B. am Ballermann) die Sau raus lassen ohne dass man sich zu Hause vor den Nachbarn schämen musste.
Ähnliches Verhalten ist heutzutage auch im Internet zu beobachten: man stelle jemandem einen Server in einem anderen Land zur Verfügung, wo eine beliebige Handlung strafbar ist, beispielsweise Herstellung und Verbreitung von Tierpornographie (ist selbst in manchen europäischen Ländern nicht strafbar). WO derjenige wohnt bzw. wo derjenige gerade sitzt, ist dabei nicht relevant, sondern das Land, in dessen Server bzw. das Rechenzentrum mit dem Server stehen – das lässt sich mit einer sogenannten “Briefkastenfirma“ im Ausland vergleichen.

Aus der Sicht vieler Menschen scheint es legitim, wenn sich jemand mit dem Usernamen “X“ einen anderen User, nennen wir sie/ihn “Y“, in öffentlichen Chat-Räumen so extrem belustigt, dass andere nur noch glauben, dass es sich bei “Y“ um ein scheinbar wertloses Profil handelt – Cyber-Mobbing, Fake-Accounts, Fake-News und Hetzreden sind weit verbreitet. Was aber, wenn weitere Personen ebenfalls im gleichen Chat-Raum mit einem beliebigen Usernamen befinden, die wissen, wer der User “Y“ im realen Leben ist? Für manche Menschen ist es ein Zeitvertreib, als User “X“ andere Internetnutzer zu trollen, wie es im Neu-Deutsch heißt. Manch andere zeigen sich im Internet so, wie sie wirklich sein möchten, was aber in der Realität, und vor allem im näheren Umfeld, niemand wissen soll (man denke als Vergleich an die oben genannten Ballermann-Urlauber von früher).
Wenn man an Satire schon längst vorbei ist, müsste doch bei uns hoch entwickelten Lebewesen eigentlich die Vernunft regieren, man müsste eigentlich den mobbenden Personen das Handwerk legen, sie anzeigen. Anstatt dessen springen viele auf den Zug auf. Stellen wir uns an dieser Stelle eine Horde Affen vor, wie die sich in gleicher Situation verhalten würden (wenn sie denn Internet hätten), weil diese uns von allen Tierarten am ähnlichsten sind.
Viele Internetnutzer wie auch reale Personen überlegen nicht, sondern glauben nur das, was sie sehen. Und die meisten Medienvertreter zeigen das, was möglichst viele sehen wollen, und benennen ihre eigenen Werke als “Satire“.

Das Rechtsgut Eigentum ist auch im Internet ein geschütztes Rechtsgut, zumindest formal. Täglich werden im Internet millionenfach Bilder und Videos Anderer, also ohne jegliche Kopier- und Nutzungsrechte, kopiert und vervielfältigt, oftmals noch nicht mal mit Quellangabe, und noch dazu werden Dateien oft für eigene Zwecke manipuliert, meistens ist die Verunglimpfung des Uploaders, also des Rechteinhabers, die Absicht. Es ist strafbar, aber möglich.

Mittels des Algorithmus ist es möglich, virtuelle Roboter zu programmieren, zum Beispiel besitzt jedes soziale Netzwerk mindestens einen davon. Nach dem Prinzip “Wenn nicht so, dann so“ beobachten die Roboter (Kurzform Bots) unser Verhalten im Internet, auch unser Kaufverhalten, um uns individuelle Werbung zu senden, und um wiederum mit unseren Daten Geld zu verdienen.
Nach selbigem Prinzip werden auch sogenannte “Social Bots“ programmiert, diese sind also in der Lage, anhand dessen, was wir wie schreiben, anhand unserer Ausdrucksweise, unsere Gefühlslage zu erkennen und darauf einzugehen (eben weil sie darauf programmiert worden sind) und um darauf programmiert zu antworten, was wir lesen möchten. Manche Online-Partnerbörsen nutzen derartige Bots, um Profile mit öffentlichen Bereichen und Bereiche, für die man bezahlen soll, zu erstellen. Bots in manchen sozialen Netzwerken werden darauf programmiert, Profile 1:1 zu kopieren, um damit dann Daten auszuspähen und realen Menschen Schaden anzurichten.
Wieder andere programmieren keinen Bot, sondern sie machen sich ihre Fähigkeiten zum eigenen Nutzen, indem sie hinter anderen Internetnutzern keine reale Person sehen, sondern nach dem Prinzip “Wenn nicht so, dann so“ einen anderen Internetnutzer, um letztlich an persönliche Daten zu gelangen, wie IP-Adresse, reale Wohnanschrift und Bankverbindung. Es gehört durchaus eine Form der Psychopathie dazu, sich das Vertrauen anderer Menschen zu erschleichen, um Selbiges für eigene Zwecke zu (auszu-) nutzen.

Wäre das Schließen der Pforten zur großen, weiten (Internet-)Welt eine logische Konsequenz daraus? Im Jahr 2009 hatte Ursula Von der Leyen vergeblich versucht, Internetseiten mit fragwürdigen Inhalten zu überprüfen und mit einem virtuellen Stopp-Schild zu versehen, was ihr den Beinamen “Zensur-Ursel“ einbrachte. Außerdem ist jeder Webseitenbetreiber nach § 5 des Telemediagesetz (TMG) verpflichtet, eine reale Adresse anzugeben, unter der man postialisch erreichbar ist. Na und?! Wenn doch nur der Server-Standort relevant ist… Ach so, die IP-Adresse? Ja, die IP-Adresse ist ein personenbezogenes, also ein persönliches Dokument, demnach ist die Sabotage rechtswidrig. Es ist aber möglich, die IP-Adresse selbst zu manipulieren, entweder man macht es selber oder man verwendet eines der vielen kostenlosen Browser-AddOns. Man kann also die IP-Adresse von Land zu Land über weitere andere Länder verschleiern, bis sie irgendwann nicht mehr im Ursprung erkennbar ist und aus einem ganz anderen Land zu stammen scheint. Es ist strafbar, aber möglich.
Man kann als Webseitenbetreiber die Domain einer Internetseite getrost mit “.de“ enden lassen, es ist dabei egal, in welchem Land der Server steht. Die IP-Adresse wird dann also in dem Land des Servers gebildet – und selbst wenn die Handlung bei uns strafbar ist, im Land des Servers aber keine Straftat ist…

Interessant, wir nähern uns der Thematik.

Man gebe einfach mal in Suchmaschinen (ohne Anführungszeichen) “Kostenloser Chat“ ein, und man finde Chat-Räume, für die man sich noch nicht mal registrieren muss, sondern lediglich einloggen. Sondern man denke sich einen beliebigen Namen und das Passwort und schicke beides an die gewünschte Chat-Person (den Usernamen zur Erkennung und das Passwort für das Einloggen). Funktioniert selbstverständlich auch ohne diese Daten, dann ist man aber für jeden anderen sichtbar und jede/r andere kann sich gleichzeitig beteiligen. Intime Unterhaltungen muss aber nicht jede/r mitbekommen.
In keinem Chat-Raum ist man wirklich anonym, das sei betont. In jeder Internetseite werden bereits bei der Erstellung der Webseite Log-Files angelegt, die definitiv mindestens vom Administrator eingesehen und auf illegale Inhalte überprüft werden können – auch in Internetseiten, in der nur eine Person agiert.
In jedem Land der Erde gelten andere Gesetze und auch jeweils andere moralische Wertevorstellungen, wir erinnern uns an den Standort der Herstellung der IP-Adresse. Was bei uns als “Hetzrede“ angesehen wird, gilt in den USA zum Beispiel, wo Hetzrede normal ist, als freie Meinungsäußerung, ganz gleich vom Server-Standort.
Auch der Datenklau wird in verschiedenen Ländern unterschiedlich gewichtet, ebenso wird in jedem Land zwischen dem Verhalten im Internet und dem realen Verhalten rechtlich anders entschieden. Wir als Bewohner zivilisierter Länder gegen davon aus, dass Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ein No-Go sind – Regierungen und Bewohner anderer Länder sehen das widerum anders.
Das eigentliche Problem dabei ist jedoch, dass die User vieler Internetseiten und Chats einfach nur miserabel betreut werden. Manche Admins gründen Seite oder einen Chat (oder beides) mit vorprogrammierten Dateien, um sich auf die Programmiersprache zu konzentrieren. Für Unannehmlichkeiten in den Seiten bis hin zu Verbreitung von strafbaren Inhalten möchten manche Betreiber keine Verantwortung übernehmen, oftmals wird dann lieber ein beliebiger User aus der Seite zum Moderator benannt, der “Prellbock“ sozusagen. Leider führt genau dieses Verhalten oft dazu, dass Internetseiten und Chat-Räume für eigene Zwecke missbraucht werden: manche posten wiederkehrend selbige Inhalte, was den Spam definiert, andere posten Dateien, die entweder nach unserer Wertevorstellung unmoralisch oder nach unserem Rechtssystem illegal sind. Nicht nur, dass viele Internetnutzer bei der Angabe des realen Alters lügen – wenn man sich gar nicht erst registrieren muss, ist es kein Wunder, dass man auch auf Inhalte trifft, die einem nicht gefallen oder die andere erst gar nicht sehen sollten, zum Beispiel Kinder nicht.

Was aber will man unternehmen, wenn einem Dateien begegnen, die aus dem Darknet beschafft worden sind, aber die Betreiber des Chats, in dem man sich befindet, lediglich diesen einen Chat-Raum schließen, damit ein weiterer mit gleich- oder ähnlich klingendem Namen eröffnet werden kann?
Selbstverständlich möchte man die Polizei verständigen. In dem Fall aber muss man sich erklären, was man selber in diesem Chat zu suchen hat, wenn nicht nach verbotenen Materialien. Und Screenshots von rechtswidrigen Materialien zu machen, die in einer Internetseite zu sehen sind, ist ebenfalls verboten. Ergo: man fühlt sich hilflos, erst recht, wenn man vermutet, dass sich in dieser Internetseite (oder im Chat) auch Kinder aufhalten. Viele Täter, die rechtswidriges Material posten, tun dies regelmäßig, und sind möglicherweise sogar schon vorbestraft – anhand der Gleichgültigkeit bezüglich der moralischen Wertevorstellung anderer Menschen lässt sich dies vermuten.

Viele Internetnutzer sind gewissem Sinne auch extrovertiert genug, um Usern in anderen Seiten zu zeigen, wie toll sie Dateien klauen können, und so tun können, als wäre es das eigene Material, die Anerkennung Anderer ist der Hintergrund. Pornos beispielsweise werden geklaut und im Titel auf die angebliche Ex-Freundin (im Englischen “Ex-GF“, Ex-Girlfriend, also Ex-Freundin) gemünzt oder auf sonstige Personen, die sie in der Phantasie der Uploader (zu Deutsch: “Hochlader“) sein sollen.
Aufgrund des stetigen Datenklau und aufgrund der Zeigefreudigkeit mancher Internetnutzer ist es heutzutage kein Problem mehr, ohne Altersangabe an Videos zu gelangen, in denen beleidigt, diffamiert, geschlagen, verprügelt, vergewaltigt geschnitten, gestochen oder auch enthauptet oder sonst wie getötet wird, und das alles unzensiert. Derartige Videos werden meist in ärmeren Regionen der Erde hochgeladen (uploadet), und das nicht nur von Betroffenen und von Augenzeugen, die die Betroffenen kennen, sondern auch von unbekannten Schaulustigen, und je nach Land oder Kontinent manchmal sogar von Rettungshelfern, von Ärzten und von Polizeibeamten. Und in vielen dieser Seiten sind dann auch noch pornographische Inhalte vertreten. Wie gesagt: andere Länder, andere Sitten.
Ist es moralisch vertretbar, dass auch labile Menschen auf solche Materialien Zugriff haben? Selbstverständlich lässt sich aus der IP-Adresse nicht herauslesen, ob der Internetseitenbesucher labil ist, soweit sind wir dann doch noch nicht. Heutzutage ist aber (behaupte ich) jedes zehnjährige Kind in der Lage, im Suchfenster einer Internetseite vier Buchstaben, nämlich aneinandergereiht “p“, “o“, “r“ und “n“ einzugeben, und gelangt dann unter anderem zu genannten Seiten.
“Ach, ist das furchtbar…!“, heißt es, wenn Nachrichten mal wieder darüber berichten, dass eine Frau in unserem Land von mehreren Männern vergewaltigt worden ist oder wenn eine Gruppe Jugendlicher eine gleichaltrige Person an ein abgelegenes Fleckchen Erde gelockt und gemeinsam mit Tritten und Schlägen misshandelt haben, obwohl die geschädigte Person am Boden liegt und sich längst nicht mehr wehren kann. Könnte es zwischen der abnehmenden Moral und der abnehmenden Hemmschwelle der heutigen Gesellschaft und den genannten Dateien eine Art Zusammenhang geben? Wie wäre es denn mit einer Art Teil- bzw. Mitschuld? Wieso kommt man nicht von selber darauf, dass man Derartiges wie obige Straftaten nicht nachahmen sollte bzw. wieso ist es anscheinend “cool“, sich mit fremden Federn zu schmücken? Stimmt: es hat niemand gesagt, dass man es nachahmen soll, es hat aber auch niemand gesagt, dass man es nicht nachahmen soll – darauf muss man erst mal kommen…!

Bei all der Digitalisierung und Vernetzung der eingangs erwähnten Kommunikationsmittel, und auch bei all der Schnelllebigkeit, darf es doch wohl noch erlaubt sein, sich selbst zwischendurch zu hinterfragen und dabei auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen?! Interessant wären da zum Beispiel auch Fragen wie “Wie viel Transparenz muss sein, und wie viel Transparenz sollte sein?“ Sicher schwer zu beantworten, denn auch das sieht jeder Mensch anders – Sicherheit ist ein Gefühl, und kein Gegenstand.
Der aus Köln stammende Comic-Zeichner Martin Perscheid verarbeitet gesellschaftliche Themen auf ironische Art, auch die Digitalisierung und die Vernetzung unserer Elektronik. In einem seiner Bilder sitzt z.B. eine Frau auf dem Klo und fragt Google “Okay, Google. Wo ist hier das Toilettenpapier?“ In einem anderen seiner Bilder sitzen zwei mit Puppen spielenden Mädchen auf einer Couch, das eine Mädchen zum anderen “Meine `Hello-Barbie` hat gesagt, wir sollen uns ausziehen.“ Betrachtet man dieses Bild genauer, sieht man rechts im Bild Mann hinter einem Baum stehen, der mit seinem Smartphone in der Hand in Richtung der beiden Mädchen lächelt.
Dieses Bild ist nicht im Geringsten verwerflich, das ist auch nicht meine Aussage, sondern es zeigt uns auf sarkastische Weise unser Verhalten auf, unsere Gedankenlosigkeit. Manche von uns sind gleich in mehreren sozialen Netzwerken und haben gleich mehrere Messenger-Dienste auf dem Handy installiert. Und dann beschwert man sich über all den Stress, hinterfragt aber nicht den Grund? Könnte mangelnde (Selbst-)Reflexion die Ursache sein? Und was vermag wohl der Grund dafür sein, dass viele Menschen die Sensationslust walten lassen anstatt Zivilcourage zu zeigen – sofern Zivilcourage nicht gerade als Trend definiert wurde?

Solange von den Verantwortlichen nicht mindestens ausreichend kontrolliert wird, dürfte es schwer sein, dass Internetnutzer mit psychopathischer Veranlagung ihre “Opfer“ (mir persönlich gefallen die Begriffe “Geschädigte“ oder “Betroffene“ besser) auch im Internet ausspähen.
Zu wenig Transparenz ist nicht gut, denn vor der Deeskalation sollten die Prävention, also eine Form der Offenheit, gestellt werden, um erst gar nicht deeskalieren zu müssen – zu viel Transparenz aber ist im Sinne von “Wer sich öffnet, macht sich angreifbar” nicht gesund. Die Frage, ob es nicht etwa rechtliche Pforten zur großen, weiten Datenautobahn geben sollte, ist mit Sicherheit schwer zu beantworten, denn egal welche Regelung auch immer: diese gelte dann für alle, also wäre sicher immer jemand unter den Betroffenen, der meckert, hundert Prozent gibt es nämlich nur in der Mathematik.

Zu diesem Beitrag hat mich der Artikel “Instagram hat ein Problem mit nackten Kindern und alten Männern“ inspiriert. Darin geht es um mangelnde Verantwortung der Verantwortlichen und um verantwortungsloses Verhalten von Internetnutzern.

Im Beitrag “Rechtsinformation zur Kinderpornographie“ gibt ein Rechtsanwalt Ratschläge, wie man sich bestmöglich verhält, nachdem man im Netz verbotenem Material begegnet ist.

In den Seiten von www.polizei.de findet man nach Klick auf das jeweilige Bundesland auch die für den eigenen Wohnort zuständige Polizeidienststelle.

Copyright © www.leobuechner.de

Beitrag teilen

Prävention im Voraus – nie danach

Im 21. Jahrhundert hinterlassen wir Spuren “en masse“. Der Grund für die Transparenz hängt sicher mit der Verbrechensbekämpfung aus der Vergangenheit zusammen – auch außerhalb des Internets. Die Behörden versuchen, den Tätern möglichst nahe zu sein. Im Voraus aber geht nicht.

Während zum Beispiel früher einmal an der Kasse alles manuell eingetippt wurde, besitzen die Produkte von heute einen sogenannten “Strichcode“, auch EAN-Code genannt (EAN = Europäische Artikelnumerierung). Eine geniale Erfindung!

Wir besitzen Karten, die mit einem Chip versehen sind, da wären zum Beispiel die Krankenkassenkarte, die Bankkarte, die Karte für ein Briefpostfach, und etliche andere. In diesen Karten sind all unsere jeweils angegebenen Kundendaten gespeichert, die bequem von einem Computer aus abgerufen werden können. Auch eine tolle Sache!
     Doch mit all diesen Daten hinterlassen wir Spuren, zum Beispiel beim Geldabheben am Kartenautomaten. Okay, vom Prinzip her ist es ja für den Kunden von Vorteil, wenn auch die Geldabhebungen per Karte am Automaten auf den Kontoauszügen stehen. Was aber, wenn Fremde bzw. Dritte ausgerechnet diesen Automaten manipuliert und Kundendaten ausspioniert haben? Das verlorene Geld kann man – je nach Bank – zwar wiederbekommen, wenn man bewiesen hat, dass Transaktionen nicht von eigener Hand getätigt worden sind. Doch eventuell ist man genau auf dieses Geld angewiesen, und das kann erst recht zu Unannehmlichkeiten führen, ein geplatzter Urlaub zum Beispiel.

Wer Onlinebanking betreibt, sollte sich bei der eigenen Hausbank versichern, dass die Login-Daten, die für das Onlinebanking angefordert werden, SSL-verschlüsselt sind, dadurch kann man die Login-Daten noch nicht mal auf dem eigenen Rechner speichern, sondern muss diese immer wieder neu in dem Fenster zum Einloggen eingeben, obwohl die Daten identisch bleiben. Das hat den Vorteil, dass niemand außer dem Kunden selbst an diese Daten gelangt. Deshalb sollte man diese Daten auch sicher aufbewahren, sonst könnte das zum Nachteil werden…

Viele Firmen verkaufen mittlerweile Kundendaten, da wären zum Beispiel AVS-Systeme für die Altersverifizierung im Internet (die wir bekanntlich NICHT nutzen), Telefonanbieter…, ja, und selbst bei Einwohnermeldeämtern kann man mittlerweile Adressen kaufen.

Eine ebenfalls geniale und zum Teil auch praktische Erfindung sind Suchmaschinen im Internet. Diese durchstöbern fast das ganze Internet nach Informationen, weil sie – natürlich nicht die Suchmaschinen, sondern deren Betreiber – mit unseren Daten Geld verdienen. Suchmaschinen können lediglich Profile lesen, also Usernamen und alles, was wir in dem Zusammenhang veröffentlicht haben.
     Das Internet selbst ist eine geniale Erfindung! Noch vor Zeiten des Internets mussten, um Verbrecher jagen zu können, Behörden eines jeden Landes, in welches Verbrecher geflüchtet waren, eng zusammenarbeiten und die Mitarbeiter einen guten Draht zueinander haben, denn oftmals handelte es sich nur um Indizien. Heute gibt es IP-Adressen, mit denen man Spuren im Internet hinterlässt. Wenn zum Beispiel ein User einen anderen User als “XY“ betitelt, ist das keine Straftat im Sinne der Allgemeinheit. Wenn allerdings jemand etwas von-, mit-, und über Minderjährige postet oder meinetwegen einen Anschlag gegen die Öffentlichkeit im Internet ankündigt, ist ein jeder Admin bzw. Betreiber verpflichtet, dies zusammen mit der IP-Adresse an eine Polizeidienstelle oder im Internet (zum Beispiel www.polizei-nrw.de) Anzeige zu erstatten. Die Polizei hat dann die Möglichkeit, bei der Hauptzentrale zu der jeweiligen IP-Adresse die Kundendaten anzufordern und Strafanzeige zu erstatten. Der Admin, oder wer außerdem noch für die Einsicht der IP-Adressen befugt ist (in unserem Portal ausschließlich der Admin) hat somit seine Pflicht getan und die Strafverfolgung nimmt ihren Lauf. Kommt er seiner Pflicht jedoch nicht nach, könnte ihm eine Mitwisserschaft angehängt werden, deren Gegenteil er nicht beweisen kann. Je nach Schwere der Tat kann dies schwerwiegende Folgen für ihn haben. Das gilt übrigens nicht nur für Webseitenbetreiber.

Andererseits aber ist es möglich, wenn man erst mal eine Privatadresse gefunden oder bekommen hat, anhand dieser Adresse auszuspionieren, wo wer wohnt. Und mit einem Programm einer sehr bekannten Suchmaschine kann man per Satellitenfotos aus dem Weltall sogar das jeweilige Haus sehen.

Anfang der 1990er Jahre sind von der ehemaligen DDR Lagerhallen entdeckt worden, in denen hunderttausende Einmachgläser standen, die mit Tüchern gefüllt waren. Man verhaftete x-beliebige DDR-Bürger unter falschem Verdacht, der sich manchmal gar nicht bestätigte, und ließ sie wenige Stunden zittern, weil keiner Schuld bewusst. Der angebliche Verbrecher wurde in einen Vernehmungsraum gebracht, in denen man auf die Stühle der Befragten Tücher in etwa Größe der Sitzfläche ausgelegt hatte. Diese Tücher wurden danach ohne des Wissens des Verdächtigten in Hallen gelagert.
     Heute gibt es – “Gott sei Dank“? – die Möglichkeit, jemanden per DNA, deren Code bei jedem Menschen individuell ist, ausfindig zu machen, wodurch schon viele Verbrechen aufgeklärt wurden, und wodurch viele Menschen ein Gefängnisaufenthalt erspart geblieben ist. Was aber, wenn – andersherum – Verbrecher an DNAs gelangen und damit “Unfug“ betreiben?

“Gläserner Mensch“? Oder doch besser “Cyborg“?

“Huch, was ist denn jetzt ein >>Cyborg< Ist ja schön und gut, dass Wissenschaftler auch an Gehirnen forschen, denn selbst heute, im 21. Jahrhundert, sind nach Aussagen mancher Mediziner und Wissenschaftler gerade mal 30 Prozent der Fähigkeiten eines Gehirns erforscht, und selbst Einstein hat man gesagt, dass der Mensch nur etwa 5 Prozent seines Gehirns nutzt – er muss bei seiner Theorie von sich und Seinesgleichen ausgegangen sein, denn er war seiner Zeit nicht besonders beliebt und hatte somit nicht viele Menschen zum Vergleichen.
     Möglicherweise könnte man durch die Gehirnforschung irgendwann vielleicht “Das Böse“ in einem Menschen erforschen, und somit Verbrechen gegen die Allgemeinheit im Vorfeld bekämpfen. Das hieße aber auch im Umkehrschluss, dass man potentiellen Schwerverbrechern einen Chip ins Gehirn einpflanzen müsste (Gehirnschrittmacher gegen Epilepsie gibt es bereits). In nicht-europäischen Ländern jedenfalls lassen sich Menschen von Ärzten Teile des Gehirns rausschneiden, wodurch Suchterkrankungen geheilt werden (sollen, so der Wunsch der Patienten.
     Und wenn man dann noch irgendwann mit einem Programm im Handy auf den Chip im Gehirn wildfremder Menschen zugreifen könnte, vielleicht sogar noch im Spar-Abo, dann “Gute Nacht!“. Kann man jemanden für etwas verurteilen, was er noch nicht begangen hat? Das gäbe dem Wörtchen “vorbetraft“ eine völlig neue Bedeutung…

„Das Internet ist schuld!“, “Der Euro ist schuld!“, und alles andere auch, nur man selbst nicht. Hat man alles schon oft gelesen oder gehört. Oder nicht?!
     Es hat alles Vor- und Nachteile. Früher war nicht alles schlecht, und auch heute ist nicht alles schlecht. Während man früher einen Menschen, der weggezogen war, für immer verloren hatte, gibt es heute diverse Fernsehsendungen und Internetsuchdienste, aber auch Messenger, um in Kontakt zu bleiben. Die einen nutzen die vielen, modernen Möglichkeiten im positiven Sinne, die anderen, um anderen zu schaden.
     Aber sehen wir es mal so: Behörden widerum nutzen die vielen Möglichkeiten für die Verbrechensbekämpfung. Und wo kein Verbrechen, da keine Bekämpfung. Im Voraus verurteilen geht schlecht. Also immer nur dem Verbrechen hinterher.

Copyright © www.leobuechner.de

Beitrag teilen